Mitten in Berg Blaue Tupfer am Höhenweg

Die Dichte der Pools um den Höhenberg ist hoch. Im nahen Höhenrain ist kein einziges Plantschbecken zu sehen. Bodenständig halt

Von Sabine Bader

Was ist das Besonderes am Fünfseenland? Richtig, schon der Name verrät es: die Seen natürlich. Fünf an der Zahl: Starnberger See, Ammersee, Wörthsee, Pilsensee und Weßlinger See. Sollte es heuer wirklich noch einmal Sommer werden im Fünfseenland, was man natürlich nicht glauben mag, aber doch ein wenig hoffen kann, dann werden die Seeanrainer sicher in einem von ihnen herumpaddeln und sich des Lebens freuen.

Alle Seeanrainer? Nein, nicht alle. Einige scheren aus. Sie sind offenbar keine Wanderfreunde. Selbst kleine Fußmärsche sind ihnen zuwider. Und natürlich auch die 600 Meter hinunter zum See. Klar, 600 Meter, das sind immerhin sechs mal hundert Meter. Und wer die Strecke noch aus der Schulzeit kennt, der weiß, dass das einige Schritte erfordert.

Darum ziehen es etliche Seeanrainer vor, die Freizeit entweder daheim oder gleich in der Karibik zu verbringen. Schließlich kann selbst Ersteres recht schön werden, denn die meisten ihrer Grundstücke sind recht ansehnlich. Besonders die rund um den Höhenweg in Berg zwischen den Ortsteilen Assenhausen und Sibichhausen. Wer hier wohnt, der weiß, was Wohlstand bedeutet und hüpft gern in den heimischen Pool. Das zumindest verrät das Luftbild. Rund um den Höhenweg gibt es doch glatt 14 Schwimmbäder auf privaten Grundstücken. Eine ordentliche Zahl.

Das genaue Gegenteil davon findet sich beim Blick auf das Luftbild vom Nachbarort Höhenrain. Dort gibt es so gut wie keine blauen Tupfer. Die Höhenrainer Wüste. Nix los im Moos. Das ist allerdings barer Unsinn, denn gerade die Höhenrainer verstehen es gern und gut zu feiern, und das auch ohne nobles Schwimmbecken.