Um die Wohnung zu betreten, muss man erst Kisten hinter der Tür zur Seite schieben. Sie stehen dort, weil in den anderen Räumen kein Platz mehr ist. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad – alles ist voll. Schachteln stapeln sich fast bis zur Decke, viele noch originalverpackt. Geräte, abgelaufene Lebensmittel, Kleidung, leere Verpackungen, Pfandflaschen, Müllsäcke – ein Sammelsurium an Dingen ist zu einer amorphen Masse zusammengewachsen, in der die ursprüngliche Funktion der Räume verschwunden ist.
SZ-Serie: Die machen MutNiemand soll im Müll leben müssen
Lesezeit: 4 Min.

Menschen, die unter dem Messie-Syndrom leiden, horten sinnlos Dinge oder bringen über Jahre den Abfall nicht weg. Der Gautinger Michael Schröter hilft ihnen beim Entrümpeln und versucht auch sonst, wieder Ordnung in ihr Leben zu bringen.
Von Patrizia Steipe, Gauting
