Sanierung bei WolfratshausenIm Loisach-Isar-Kanal fließt wieder Wasser

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Der Loisach-Isar-Kanal wird seit der Überschwemmung im Jahr 2023 saniert. Derzeit wird er wieder mit Wasser gefüllt, um die Dichtigkeit zu prüfen.
Der Loisach-Isar-Kanal wird seit der Überschwemmung im Jahr 2023 saniert. Derzeit wird er wieder mit Wasser gefüllt, um die Dichtigkeit zu prüfen. Harry Wolfsbauer

Der Energiekonzern Uniper befüllt den Kanal in der Geltinger Kurve, um die Dichtigkeit zu prüfen. Die Wolfratshauser Liste hat inzwischen 500 Unterschriften zum Erhalt des Erholungsraums gesammelt.

Von Benjamin Engel, Wolfratshausen

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Die Sanierung des Loisach-Isar-Kanals zwischen Gelting und Wolfratshausen ist umstritten. An der Art ihrer Umsetzung gab und gibt es teils massive Kritik von Anwohnern und aus der Politik. Mehr als 500 Unterschriften hat die Gruppierung Wolfratshauser Liste gegen eine Zerstörung des Erholungsraums im Abschnitt zwischen Farchet und Waldram inzwischen gesammelt. Unterdessen hat das verantwortliche Energie-Unternehmen Uniper damit begonnen, in der Geltinger Kurve wieder Wasser in den Kanal zu pumpen. Dort sei die Sanierung abgeschlossen, sagt Uniper-Sprecher Theodoros Reumschüssel.

Das Wiederauffüllen wird langsam vonstattengehen, wie Reumschüssel mitteilt. Das Wasser werde am Trenndamm in den Kanalabschnitt gefüllt. „Weitere fünf Liter pro Sekunde können über die installierte Hilfsleitung in den Bereich gepumpt werden.“ Uniper hat sich zum Ziel gesetzt, den Wasserspiegel bis Anfang Mai um einen Meter anzuheben. Es handle sich dann immer noch um ein stehendes Wasser, lediglich die Wasserverluste würden ausgeglichen, sagt Reumschüssel. „Diese Maßnahme wird mit intensiven Messungen auch des Grundwassers begleitet und stellt einen Test auf die Dichtigkeit des sanierten Kanalabschnittes dar.“

Die Sanierung des Kanals wird von Anwohnern und Kommunalpolitikern kritisiert. Im März 2023 gab es eine Demonstration in Gelting (hier ein Archivbild).
Die Sanierung des Kanals wird von Anwohnern und Kommunalpolitikern kritisiert. Im März 2023 gab es eine Demonstration in Gelting (hier ein Archivbild). Harry Wolfsbauer

Zu Überschwemmungen am Kanal war es im Jahr 2023 gekommen. Damals hatte der Energiekonzern als Ursache undichte Stellen identifiziert, woraufhin die Sanierungsarbeiten begannen. Diese lösten jedoch massive Kritik aus. Als das Unternehmen in der Geltinger Kurve Bäume zu roden begann, formierten sich Anwohner zu einer Bürgerinitiative. Wolfratshauser Kommunalpolitiker befürchteten den Verlust eines stadtnahen Erholungsgebiets. Die Grünen verlangten, dass sich Vertreter des Unternehmens dem Stadtrat gegenüber erklärten.

Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten im zweiten Bauabschnitt bis auf Höhe der Bundesstraße 11. Nach Angaben von Uniper sollen Magerwiesen künftig die Böschungen prägen. Kiesflächen sollen sich anschließen und Zauneidechsen ein neues Habitat geben. Zugleich möchte das Unternehmen Hainbuchen oberhalb des südlichen Kanalufers im zweiten Bauabschnitt anpflanzen.

Die Wolfratshauser Liste will die Petition Ende April im bayerischen Landtag übergeben

Zwar hat das Unternehmen versichert, dass im noch zu sanierenden Bereich zwischen Farchet und Waldram keine großen Baumaßnahmen geplant sind. Doch insbesondere die Wolfratshauser Liste bleibt alarmiert. Die im Stadtrat vertretene Gruppierung startete vor der Kommunalwahl im März 2026 eine Petition zum „Schutz und Erhalt des ausgezeichneten und ökologisch wertvollen Lebens- und Erholungsraums am Loisach-Isar-Kanal (LIK) zwischen Farchet und Waldram“. Laut Manfred Fleischer, der Bürgermeisterkandidat der Gruppierung war, haben bislang mehr als 500 Personen unterschrieben. „Ende April wollen wir die Petition an den bayerischen Landtag übergeben.“ Die Aktion der Wolfratshauser Liste wurde wiederum von Hans Schmidt (Grüne) kritisiert, dem Umwelt- und Klimareferenten im Stadtrat.

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