Mit dem Fischener Kupfermuseum und dem Carl-Orff-Museum in Dießen öffnen nun zwei weitere Ausstellungshäuser im Fünfseenland wieder die Tore. Der Kunst- und Kulturhof an der Staatsstraße in Vorderfischen empfängt erstmals nach dem Shutdown an diesem Mittwoch Besucher und ist donnerstags bis samstags von 10 bis 16 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet. Mit der aktuellen Sonderausstellung entfernt sich Stiftungsgründer Siegfried Kuhnke vom gewohnten Thema Kupfer: Unter dem Titel "Mensch, Natur und Umwelt - eine trügerische Idylle?" werden Gemälde namhafter Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts gezeigt.
Die Darstellungen reichen von naiver Idealisierung des technischen Fortschritts bis zur Dokumentation der Landschaftszerstörung: So ist auf einem Ölbild von Horst Hacker ein romantisierendes Bild des Bernrieder Parks mit weidenden Kühen zu sehen, das um die vorletzte Jahrhundertwende entstanden ist. Oskar Wildas "Die Autobahn nach Salzburg ist fertig" zeigt die Schneise, die in den 30er-Jahren durchs Alpenvorland geschlagen wurde; von Alfred Tröger stammt eine eher glorifizierende Darstellung des Uran-Tagebaus in Thüringen. Aber auch ein idyllischer Mädchenakt im Wald bei Mondenschein von Johannes Ströse wird präsentiert. Der Eintritt ist frei, Besucher werden gebeten, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und die Maskenpflicht zu befolgen.
Das Carl-Orff-Museum ist am kommenden Sonntag, 17. Mai, von 11 bis 18 Uhr erstmals wieder geöffnet - wie von da an jeden dritten Sonntag im Monat. Das Haus Hofmark 3 in Dießen informiert über Werdegang und Werk des großen Komponisten, außerdem dürfen Besucher an den Orff-Instrumenten eigene musikalische Ideen ausprobieren. Derzeit erhalten nur vier Personen gleichzeitig Eintritt, für Familien gelten Ausnahmen. Einlass und Führungsbeginn findet jeweils zur vollen Stunde statt, um Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt sich eine Voranmeldungen unter Telefon 08807/91981 oder per E-Mail: info@orff-museum.de. Auch die Spaziergänge vom Museum zu Orffs Lebens- und Wirkungsstätte mit fünf bis zwölf Teilnehmern werden wieder angeboten, Termine sind auf der Internetseite www.orff-museum.de zu finden.
