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Gilching:90-Jährige um 57 000 Euro geprellt

Trickbetrug am Telefon

Immer wieder rufen Betrüger bei Senioren, um sie um ihre Ersparnisse oder um Schmuck zu prellen.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Die Seniorin übergibt Telefonbetrügern ihre Ersparnisse und ihren Schmuck.

Von Christian Deussing

Eine 90-Jährige ist am Mittwoch in Neugilching laut Polizei um etwa 57 000 Euro von Telefonbetrügern abgezockt worden. Eine unbekannte Frau habe die Rentnerin am späten Nachmittag angerufen und sich als Lebensgefährtin ihres Sohnes ausgegeben. Die Anruferin behauptete, mit ihm bei einem Notar zu sein, um eine Wohnung zu kaufen.

Als die Seniorin nach ihrem Sohn gefragt habe, sei das Telefonat von einem Mann weitergeführt worden, berichtet die Polizei. Der angebliche Sohn soll mehr als 60 000 Euro von der Gilchingerin für den Wohnungskauf erbeten und ihr mitgeteilt haben, dass ein Bekannter den Betrag abholen werde. Dem Unbekannten habe das Opfer wenig später 12 000 Euro aus Ersparnissen und Schmuck im Wert von etwa 45 000 Euro übergeben, so die Polizei. Der Täter konnte mit seiner Beute unerkannt entkommen.

Die Kripo Fürstenfeldbruck warnt vor betrügerischen Anrufen. Man solle im Zweifelsfall sofort das Gespräch beenden, ohne persönliche Daten und etwas über Wertgegenstände und Geld preiszugeben. Zudem wird dringend geraten, nicht auf Forderungen und Überweisungen einzugehen sowie niemals fremde Personen in die Wohnung zu lassen. Auch sollte man mit Angehörigen und Nachbarn über die Betrugsmaschen sprechen.

© SZ vom 15.01.2021 / deu
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