Zu "Eingeladen von Rechtsextremen" vom 13./14. Januar:
Der Artikel geht unter die Haut. Es macht sich einerseits Entsetzen breit, andererseits aber der feste Wille, unsere Demokratie nicht dieser Person und nicht dieser Partei zu überlassen. Unsere Gesellschaft ist wehrhaft gegenüber jedem Versuch, unsere demokratische Grundordnung zu beschädigen. Wer sich bereits vor sieben Jahren bei Eintritt in diese Partei mit einem Remigrationsplan im Besonderen hervorheben wollte, dazu auch heute auf das Parteiprogramm hinweist, diese Person und diese Partei betreiben damit ein Menschen verabscheuendes Spiel. Ein Lamm, das zum Raubtier und Räuber in unserer freiheitlichen Gesellschaft geworden ist.
Liest man den Artikel 9 des Parteigramms, fühlt man sich in die 1930er-Jahre zurückversetzt. Verehrte Abgeordnete, wollen Sie Abschiebelager analog zu den Konzentrationslagern bauen? Wollen Sie auch Zwangsmärsche von ausgesuchten Personen zusammenstellen? Vieles erinnert an den Zustand in der Zeit, als die NSDAP gewählt wurde - den Ausgang dieser Entwicklung kennen hoffentlich noch viele, viele Menschen in der BRD. Das sollte uns Mahnung und Pflicht sein, dieser Partei und diesen Personen mit allen demokratischen Argumenten entgegenzuwirken.
Und ganz nebenbei, Frau Huy: Sie und Ihre Partei erzählen viel, Lösungsvorschläge habe ich noch keine gehört oder gelesen. Aber vielleicht wollen Sie ja nun Ihren Remigrationsplan einmal öffentlich machen. Aber dafür fehlt Ihnen anscheinend der Mut, zumal Sie nun als Raubtier der Demokratie ertappt wurden.
Wie gesagt, unsere Gesellschaft ist wehrhaft!
Manfred Jenschke, Gilching
Mich beschämt dieser Zustand
Zu "Wärmestube für Obdachlose geschlossen" vom 12. Januar:
Lieber Bürgermeister, lieber Stadtrat! Wie fühlen Sie sich in dem Wissen, in einer Stadt mit deutschlandweit dem höchsten Einkommen zu leben, die jedoch nicht eine einzige Wärmestube für Obdachlose anbietet (beide Artikel im Starnberger Teil der SZ in dieser Woche)?
Mich jedenfalls beschämt dieser Zustand. Vorschläge: Eines der seit Jahren leer stehenden Ladenlokale umnutzen; oder neue Container an der ehemaligen Stelle der Wärmestube aufstellen. Und falls der armen Stadt Starnberg hierzu die Gelder fehlen, bitten Sie doch Ihre Bürger um Spenden. Hauptsache, alles geht schnell und auch - ausnahmsweise einmal - unbürokratisch, denn die Kälte haben wir jetzt!
Katharina Bill, Starnberg
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