Zu „Das Erbe der Ina Seidel“ vom 2./3. Oktober:
Das Ehrengrab von Ina Seidel in Tutzing aufgrund ihres Treueschwurs zur NS-Zeit komplett zu beseitigen, finde ich unseriös. Eine erfolgreiche Lyrikerin, Dichterin bzw. Künstlerin schwärmt auch über die Schreibmaschinentastatur hinaus. Vielleicht kann ein Gedenkstein zumindest angebracht bleiben.
Zunehmend werden in den Ortschaften rund um den Starnberger See Erinnerungsspuren gelöscht, die nicht in das schöne Ambiente passen, schließlich will man ja Umsatz generieren. Das finde ich übertrieben. Im Prinzip dürfte Katarina Witt als hochdekoriertes SED-Mitglied auch keine Sendezeit im ZDF zur Primetime erhalten am Tag der Deutschen Einheit.
Heike Streithoff, München
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