LeserbriefeErschreckend sorgloser Umgang mit Geld

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In Starnberg soll am Bahnhof ein ähnlicher Toilettencontainer entstehen wie es ihn in Herrsching schon gibt.
In Starnberg soll am Bahnhof ein ähnlicher Toilettencontainer entstehen wie es ihn in Herrsching schon gibt. Georgine Treybal/Georgine Treybal

Zu „Endlich ein Klo am Starnberger Bahnhof“ vom 3. Mai:

Wo sind wir hier? Wo bleibt der gesunde Menschenverstand? Stadt, Bürgermeister und Stadträte, beraten von den Fachleuten der Verwaltung, beschließen den Kauf eines WC-Containers - die elegantere Variante in Glas für 400 000 Euro. Macht abzüglich der 180 000 Euro Fördermittel also 220 000 Euro. Zusammen mit der Einhausung der Müllcontainer soll das den Vorplatz zum historischen „König-Ludwig-Saal“ im denkmalgeschützten Bahnhof am See „verschönern“.

Dieselben Leute bauten auch für die Rathausmitarbeiter eine Pausenterrasse vor dem Haupteingang am Rathaus für 75 000 Euro. Der Standort beider Bauwerke zeigt den sensiblen Gestaltungswillen der Verantwortlichen.

Als die vorhandene Toilettenanlage 2011 schon einmal als Thema präsent war, organisierte die damalige Stadträtin Eva John mit viel Eigenleistung engagierter Starnberger eine Sanierung der maroden Toilettenanlagen für 20 000 Euro. Einer Schätzung zufolge würden hierfür heutzutage in etwa 50 000 Euro aufgerufen werden. Es bedarf halt entsprechenden Engagements und vor allem des Willens der Verantwortlichen.

Erschreckender aber ist der sorglose Umgang mit dem Geld der Bürger. Noch vor wenigen Monaten wurde erwogen, das Museum zu schließen und in den sechs Wintermonaten die Fußwege in der Stadt nicht mehr vom Schnee zu räumen. Zugleich werden die Eintrittskosten ins Seebad und die Gebühren für Kindergarten und Musikschule empfindlich erhöht, weil das Geld im Haushalt nicht reicht. Die Baudenkmäler Bayerischer Hof, Villa Bayerlein und das Bahnhofsgebäude am See sollen/müssen verkauft werden, da die Stadt Starnberg nicht in der Lage ist, diese angemessen zu erhalten. Zugleich wird eifrig mit der Bahn darüber verhandelt, ihr unter dem „Decknamen“ Seeanbindung die gesamten Bahnanlagen am See für 200 Millionen neu zu bauen. Danach haben wir noch keine neue Promenade, sind aber pleite. Wir Bürger müssen deutlicher darauf achten, was in dieser Stadt abläuft. Spätestens zur Kommunalwahl im März 2026 müssen wir die Konsequenzen ziehen.

Klaus Beeker, Starnberg

Wir können die Menschen nicht alle in Containern unterbringen

Zu „Neue Unterkunft im Wald“ vom 7. April:

So kann es doch nicht weitergehen. Wir können doch die Menschen nicht alle in Containern unterbringen. Die Folgen sind fatal. Angefangen bei der Ghettoisierung über mangelnde Integrationsmöglichkeit. Zudem ist das total menschenunwürdig.

Es kann doch nicht sein, dass wir immer noch mehr Menschen aufnehmen, wo wir doch von sicheren Staaten umgeben sind, wo die Flüchtlinge auch schon Schutz finden könnten. Wie Jens Spahn von der CDU vor Kurzem sagte: „Wenn wir jetzt nicht das liefern, was die Menschen wirklich wollen, werden wir in vier Jahren ein blaues Wunder erleben!“ Und 73 Prozent der Deutschen wollen eine grundlegende Änderung der Migrationspolitik

Besonders heftig fand ich den Satz: „Die Dritte Bürgermeisterin Maxi Gerber ist begeistert von den Küchen in der Unterkunft, in der bewusst auf Luxus verzichtet worden ist.“ Ja klar: Brot, Bett und Seife genügen. Wieso sollten die Flüchtlinge auch Luxus bekommen?

Stefan Multer, Feldafing

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