Wirtschaftspreis des Landkreises StarnbergKünstliche Intelligenz in der Praxis

Lesezeit: 2 Min.

Suchen für den Wirtschaftspreis 2025 des Landkreises Starnberg Betriebe unterschiedlicher Größe, die bereits Künstliche Intelligenz einsetzen (v.li.): VR-Vorstandsmitglied Cyrus Ahari, Annette von Nordeck und Christoph Winkelkötter (beide GWT Starnberg).
Suchen für den Wirtschaftspreis 2025 des Landkreises Starnberg Betriebe unterschiedlicher Größe, die bereits Künstliche Intelligenz einsetzen (v.li.): VR-Vorstandsmitglied Cyrus Ahari, Annette von Nordeck und Christoph Winkelkötter (beide GWT Starnberg). (Foto: Foto: Nila Thiel)
  • Der Wirtschaftspreis des Landkreises Starnberg fokussiert sich dieses Jahr auf die praktische Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen.
  • Laut einer Bitkom-Studie setzen bereits 20 Prozent der deutschen Unternehmen KI konkret ein, wobei 57 Prozent sich damit beschäftigen.
  • Unternehmen im Landkreis Starnberg können sich bis zum 6. Juni für den Wirtschaftspreis in drei Kategorien bewerben, der am 26. November verliehen wird.
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Vor wenigen Jahren galt KI noch als Zukunftstechnologie, mittlerweile hat sie in Betrieben Einzug gehalten. Die GWT sucht heimische Unternehmen, die dieses technische System bereits erfolgreich einsetzen.

Von Sylvia Böhm-Haimerl, Starnberg

Wie lassen sich KI-Projekte realistisch umsetzten? Wie gelingt die Integration in bestehende Abläufe? Wie nimmt man die Mitarbeitenden auf diesem Weg mit? Der Wirtschaftspreis des Landkreises Starnberg hat dieses Jahr die Künstliche Intelligenz (KI) zum Thema. Er wird von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg (GWT) ausgelobt sowie von der VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg, die seit drei Jahren Partner des Wettbewerbs ist. Es gehe dabei nicht um die Entwicklung von KI-Produkten, sondern um ihre Anwendung, erklärte Annette von Nordeck, GWT-Leiterin für Wirtschaftsförderung, am Montag im Rahmen eines Pressegesprächs.

Vor wenigen Jahren galt KI noch als ferne Zukunftstechnologie. Eine Bitkom-Studie zeigt aber laut Nordeck, dass sich bereits 57 Prozent aller Unternehmen in Deutschland damit beschäftigen. In jedem fünften Betrieb wird KI konkret eingesetzt, Tendenz steigend. Der GWT ist zwar nicht bekannt, wie viele Unternehmen im Landkreis bereits mit KI arbeiten. Weil aber in der Region viele Tech-Unternehmen ansässig sind, schätzt GWT-Geschäftsführer Christopher Winkelkötter, dass die Anzahl relativ hoch ist. KI sei vielerorts bereits ein Thema - insbesondere deshalb, weil sich bei Fachkräftemangel Lösungen zur Entlastung anbieten. Die Frage sei jedoch, wie die Unternehmen ihre Mitarbeiter mitnehmen. Laut Studie sehen 78 Prozent der Unternehmen in der KI eine Chance. Allerdings fehlten oftmals sowohl Personal als auch finanzielle Mittel, um KI-Projekte erfolgreich umsetzen zu können.

Bei der VR-Bank ist laut Vorstandsmitglied Cyrus Ahari ebenfalls unbekannt, wie viele Unternehmen im Landkreis bereits KI anwenden. Nach seinen Erfahrungen werde zwar viel darüber gesprochen, doch vielerorts herrsche auch Verunsicherung. Als Genossenschaftsbank vor Ort sei man aber nahe am Kunden und wolle die Unternehmen entsprechend unterstützen.

Dieses Jahr wird der Wirtschaftspreis in drei Kategorien vergeben, entscheidend ist die Anzahl der Mitarbeitenden.

Der Wirtschaftspreis des Landkreises soll dieses Jahr an Unternehmen vergeben werden, die zeigen, wie KI-Anwendungen in der Praxis konkret zur Steigerung von Produktivität, Effizienz oder Qualität beitragen und wie Technologie, Unternehmergeist und Verantwortungsbewusstsein zusammenwirken. Schon jetzt werden die Unternehmen im Landkreis angeschrieben. Sie können sich bis Freitag, 6. Juni, unter der E-Mail-Adresse wirtschaftspreis@starnbergammersee.de bewerben. Auch Gemeinden können Unternehmen vorschlagen. Es muss bis dahin kein Konzept vorliegen. Es genügt eine kurze schriftliche Erläuterung mit Name und Anschrift, warum man sich für den Wirtschaftspreis bewirbt. Anschließend werden die Unternehmen um eine Bewerbung gebeten.

Dieses Jahr wird der Wirtschaftspreis in drei Kategorien vergeben. Um ein ausgewogenes Verhältnis zu erreichen, sei die Anzahl der Mitarbeiter entscheidend, so Nordeck. Die Preise werden an Betriebe bis 50 Mitarbeiter vergeben, mit 51 bis 250 Mitarbeitende sowie an größere Unternehmen, die darüber liegen.

Eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Gemeinden und Institutionen, des Landkreises sowie der GWT bewertet nach Nominierungsschluss nach einem Punktekatalog. Kriterien sind unter anderem, ob klare Ziele definiert und ob die Mitarbeitenden eingebunden wurden. Inwieweit KI dem Unternehmen geholfen hat, steht ebenso auf dem Prüfstand wie wirtschaftlicher Nutzen, Nachhaltigkeit oder Zukunftsfähigkeit des KI-Einsatzes. Um sich ein Bild zu machen, werden die Finalisten mit der höchsten Punkteanzahl zudem vor Ort besucht. Die Preisträger werden am 26. November gekürt.

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