Letztens hat auf meinem Handy Whatsapp aufgeblinkt. Mein Vater hat mir Bilder und Videos aus der Ostukraine geschickt, von unserem Haus. Genauer gesagt, von dem, was davon übrig geblieben ist. Ich habe einen Moment gebraucht, bevor ich mich getraut habe, sie zu öffnen. Ich musste mich erst darauf einstellen, mich psychisch vorbereiten. Dann sah ich es. Das Haus steht komplett ohne Dach mit ausgebranntem Innenleben da. Im Innenhof ist alles mit Unkraut zugewachsen. Der Ort meiner Kindheit, er ist vom Krieg zerstört. Bis heute kann ich es nicht glauben.
Eine Exil-Ukrainerin erzähltWie mich der Krieg einholte
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Olena Yeromenko ist vor 18 Jahren nach Deutschland gekommen, ein Teil ihrer Familie lebt aber noch immer in der Ostukraine. Hier erklärt sie, warum für sie der Krieg schon 2014 begann - und wie es sich jetzt anfühlt, für eine Russin gehalten zu werden.
Von Olena Yeromenko, Gilching
