Tief betroffen über die Bluttat von Krailling hat sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Carmen Wegge aus Germering geäußert und Konsequenzen im Strafrecht gefordert. Zudem spricht sie sich für mehr Schutz und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen aus. Dem mutmaßlichen Mord an einer 29-jährigen Frau und sechsfachen Mutter am vergangenen Samstag in deren Kraillinger Wohnung seien mehrere Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt und ein gerichtlich verhängtes Kontaktverbot für den Ehemann der Frau vorausgegangen, so Wegge. Anscheinend sei das alles ohne Wirkung geblieben: „Das Leben der jungen Mutter ist nun tragisch beendet, und sechs Kinder werden ohne Mutter aufwachsen.“ Als tatverdächtig gilt der Ehemann.
Wegge bedauert in einer Pressemitteilung, dass „wir Frauen in unserem Land schutzlos der Gewalt durch ihre Partner ausgesetzt lassen“ und verlangt, dass es mehr Beratungsangebote und Schutzräume für Frauen geben müsse, sowie Fußfesseln für Gewalttäter. Strafrechtlich müsse geschlechterspezifische Gewalt zu angemessenen Strafen führen, so die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Starnberg, Landsberg und Germering. „Wir müssen Femizide als das anerkennen, was sie sind: Morde an Frauen, nur weil sie Frauen sind.“

