KraillingLange Diskussionen absehbar

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Nachdem die von der CSU angeführte Mehrheit im Gemeinderat geschwunden ist, dürften die "Freien Bürger" Zünglein an der Waage sein

Von Carolin Fries, Krailling

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Nila Thiel

Bürgermeister Rudolph Haux, FDP.

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Grüne Krailling

Zweite Bürgermeisterin Ricarda Weimar, Grüne.

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CSU Krailling

Dritte Bürgermeisterin Pia Muhs, CSU.

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privat

Mathias Walterspiel, CSU.

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CSU Krailling

Richard Siebler, CSU.

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CSU Krailling

Hans Wechner, CSU.

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CSU Krailling

Ute Richter, CSU.

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CSU Krailling

Joris Rohrmoser, CSU.

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CSU Krailling

Alexander Lichtfuß, CSU. Fotos: CSU Krailling

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Claudia Rehm Fotografie München ; Grüne Krailling

Andrea Schulte-Krauss, Grüne.

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; grüne Krailling

Cosima Schmid-Zeller, Grüne.

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Claudia Rehm Fotografie München ; Grüne Krailling

Thomas Metzner, Grüne.

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Claudia Rehm Fotografie München ; Grüne Krailling

Werner Engl, Grüne.

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Claudia Rehm Fotografie München ; Grüne Krailling

Imme Kaiser, Grüne. Fotos: Grüne Krailling

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FBK Krailling

Rudolf Heidrich, Freie Bürgergemeinschaft.

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FBK

Dietlind Freyer-Zacherl, Freie Bürgergemeinschaft.

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FBK Krailling

Andreas Zeitlberger, Freie Bürgergemeinschaft. Fotos: FBK Krailling

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Claudia Rehm/oh

Stephan Bock, SPD.

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Claudia Rehm/oh

Udo Guizetti, SPD. Fotos: Claudia Rehm/oh

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FDP Krailling

Sebastian Sefzig, FDP.

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FDP Krailling

Britta Metius, FDP. Fotos: FDP Krailling

Bürgermeister Rudolph Haux (FDP) hatte nur einen Wunsch, was seine Stellvertretung betrifft: "Es wäre ein positives Signal, wenn es eine Frau wäre." Diesen Wunsch hat ihm das Gremium in der konstituierenden Sitzung erfüllt: Ricarda Weimar (Grüne) und Pia Muhs (CSU) wurden mit jeweils einer Stimme Vorsprung zur Zweiten beziehungsweise Dritten Bürgermeisterin gewählt. Was die Zusammenarbeit im Gemeinderat betrifft, den Haux als seinen "Chef" bezeichnet, erhofft er sich für die Zukunft mehr Diskussionen innerhalb der Fraktionen, um die Sitzungsabende straffen zu können. Dort soll es nach seinem Willen künftig sachlicher und "weniger emotional" zugehen. "Straffer im positiven Sinn", wie er sagt.

Was indes die neuen Kräfteverhältnisse betrifft, sind lange Diskussionen bereits programmiert. Verfügte unter der Anfang des Jahres zurückgetretenen Bürgermeisterin Christine Borst (CSU) sowie zuletzt auch unter Haux stets die CSU zusammen mit der FDP und der UWK eine knappe Mehrheit, haben diese nun die erstarkten Grünen zusammen mit der SPD und den drei Mandaten der Freien Bürgergemeinschaft. Diese werden wohl das Zünglein an der Waage sein, wenn es künftig um richtungsweisende Entscheidungen geht.

Verpflichtet fühlen dürften sich jedenfalls Rudolf Heidrich, Dietlind Freyer-Zacherl und Andreas Zeitlberger dem Bund mit Rot-Grün nach dem Fehlstart in der ersten Sitzung nicht mehr. Da hatten sie brav für Weimar als Zweite Bürgermeisterin mitgestimmt, während ihr Kandidat für das Dritte Bürgermeisteramt von den Bündnispartnern nicht mitgetragen wurde. Die noch im Bürgermeisterwahlkampf propagierte Devise "Alle zusammen gegen die CSU" - sie hat sich aufgelöst.

Einer sachorientierten Politik ohne Fraktions- und Bündniszwang, wie sie der Bürgermeister als das Optimum preist, stünde damit eigentlich nichts mehr im Weg. Der Liberale ist es mit zuletzt nur einem und jetzt zwei FDP-Gemeinderäten im Gremium gewohnt, Mehrheiten für seine Ideen zu finden.

Doch die entscheidende Frage ist, wie verkrustet die alten Strukturen im Gemeinderat sind. Inhaltlich gibt es schließlich große Herausforderungen zu bewältigen. Neben den wirtschaftlichen Konsequenzen der Corona-Krise werden laut Haux auch die Weiterentwicklung und Gestaltung der Ortsmitte im Mittelpunkt stehen und die Frage, ob und wie die Grundschule erneuert wird.

Die Grünen-Ortsvorsitzende und Gemeinderätin Andrea Schulte-Krauss wünscht sich, dass nicht die Ökologie das Opfer der Ökonomie wird. "Wir müssen beides schaffen." Hinzu käme eine große soziale Verantwortung der Gemeinde. Die SPD-Ortsvorsitzende Erika Harder, die nach 18 Jahren aus dem Gemeinderat ausschied, plädiert zudem dafür, am Thema Verkehr dranzubleiben. "Ach wenn im ganzen Ort Tempo 30 gilt: Es hält sich kaum einer dran." Die CSU will ihren Schwerpunkt auf die Finanzen setzen: "Totsparen bringt nichts, wir müssen die Einnahmesituation wieder verbessern", sagt Vorstand Hans Wechner. Die Fraktion der Christsozialen hat sich am stärksten in ihrer Neubesetzung verändert, man kann fast von einem Generationenwechsel sprechen. Eleonore Zwißler, Veronika Sanftl, Joachim Vater, Herbert Meindl, Joachim Ludwig und Joachim Vater sind ausgeschieden. Das verbleibende Quartett aus Hans Wechner, Mathias Walterspiel, Ute Richter und Richard Siebler ergänzen Pia Muhs, Alexander Lichtfuß und Joris Rohrmoser. Neulinge gibt es aber in allen Fraktionen. Für die SPD wurde Udo Guizetti vereidigt, für die Grünen Cosima Schmid-Zeller und Thomas Metzner, für die FBK Andreas Zeitlberger und für die FDP Britta Metius.

© SZ vom 23.05.2020 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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