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Kommunalwahl im Landkreis Starnberg:Pöckings Parteifreie strotzen vor Kraft

Rainer Schnitzler begrüßt Ulrich Rieger im Gemeinderat; Neu im Pöckinger Gemeinderat

Bürgermeister Rainer Schnitzler wurde einstimmig wieder nominiert.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Bürgermeister Rainer Schnitzler tritt für vierte Amtsperiode an. Sieben von neun Gemeinderäten kandidieren wieder

Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler will es nochmal wissen: Der Amtsinhaber von der Parteilosen Wählergruppe Pöcking (PWG) tritt bei den Kommunalwahlen 2020 für eine vierte Amtszeit an. Bei der Aufstellungsversammlung erwies sich die Wahl des 53-Jährigen lediglich als Formalie - Schnitzler wurde einstimmig zum Bürgermeister-Kandidaten bestimmt. Die PWG stellt seit nunmehr 60 Jahren den Bürgermeister in Pöcking. Und wie PWG-Chef Albert Luppart betonte, sei sie in dieser Zeit eine Vorzeigegemeinde im Landkreis geworden, insbesondere in den vergangenen 18 Jahren unter Schnitzler.

Weil auch die politischen Mitbewerber davon überzeugt sind, dass ihm niemand seinen Posten streitig machen kann, hat lediglich die CSU mit Wolfram Staufenberg einen Gegenkandidaten aufgestellt. Das sieht Schnitzler sportlich. "Ich bin froh, dass ich einen (Gegenkandidaten) habe", sagte er. Schnitzler verteidigte sich jedoch gegen den Vorwurf anderer Parteien, die PWG würde Projekte intransparent im stillen Kämmerlein verfolgen. "Ich habe immer versucht alle einzubinden", versicherte der Rathauschef. Im Gemeinderat gebe es nur selten knappe Entscheidungen. Der Vater von vier Kindern will in der kommenden Amtsperiode angefangene Projekte weiterführen - etwa die Umstrukturierung der Wasserversorgung in ein Kommunalunternehmen -, die Schaffung von weiteren günstigen Wohnungen, die Sanierung des Gasthofs Schauer in Possenhofen und den Umstieg von mehr Pöckingern vom Auto aufs Fahrrad. Er selbst sei dieses Jahr schon 1500 Kilometer geradelt, sagte er. Neue Projekte hat er sich ebenfalls vorgenommen, wie den Bau der Feuerwehrhäuser in Pöcking und Maising und die Umgestaltung des Raiffeisenplatzes.

Die Kandidatenliste wurde per Blockabstimmung mit großer Mehrheit beschlossen. Unter den 20 Nominierten aus verschiedenen Ortsteilen sind sechs Frauen. Viele engagieren sich ehrenamtlich. Die PWG gibt auch dem Nachwuchs eine Chance. Neun Kandidaten sind jünger als 35 Jahre. Von den neun amtierenden PWG-Räten kandidieren sieben erneut. Darunter sind mit Klaus und Lukas Eppinger sowie Ludwig und Felix Erhard Vater und Sohn, beziehungsweise mit Ludwig und Anna Gansneder Vater und Tochter.

Liste der Parteilosen Wählergruppe Pöcking (PWG): 1. Rainer Schnitzler, 2. Albert Luppart, 3. Barbara Baumer, 4. Anke Klostermeier, 5. Kerstin Treptow, 6. Jan Linnemann, 7. Klaus Eppinger, 8. Ludwig Gansneder, 9. Ludwig Erhard, 10. Georg Engesser, 11. Felix Erhard, 12. Gregor Trummer, 13. Mallmann Tobias, 14. Dominik Hey, 15. Benjamin Mandlmeier, 16. Christina Zingraff, 17. Anna Gansneder, 18. Lukas Eppinger, 19. Carl M. Lidl, 20. Caroline Nicklisch.

© SZ vom 16.12.2019 / sbh

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