bedeckt München
vgwortpixel

Kommunalwahl:Gegen den Gegenwind

Landratskandidaten Chistiane Kern (u. Mitte) mit den ersten acht Kandidaten der SPD-Kreistagsliste.

(Foto: Arlet Ulfers)

Kreis-SPD kürt mit Christiane Kern ihre Landratskandidatin und stellt ihre Kreistagsliste auf

Die SPD im Landkreis Starnberg hat ihre Landratskandidatin gekürt und damit den Kommunalwahlkampf offiziell begonnen. Mit 39 von insgesamt 43 Stimmen wurde Christiane Kern gewählt. Wie der derzeitige Landrat Karl Roth stammt auch Kern aus dem Polizeidienst. Sie arbeitet jetzt in der Polizeiabteilung im Innenministerium. Im Innenministerium, allerdings in einer anderen Abteilung, arbeitet übrigens auch Stefan Frey, der für die CSU als Landratskandidat antritt - soviel zu den Gemeinsamkeiten.

Die 46-Jährige hat bei der vergangenen Landtagswahl bereits für die SPD kandidiert. Damals noch von München aus, wo sie für die SPD im Bezirksausschuss Untergießing-Harlaching gesessen war. Mittlerweile wohnt sie in Starnberg und kandidiert auf Platz 6 der Stadtratsliste. Neben Themen wie bezahlbaren Wohnraum, Kinderbetreuung, einer Förderung des Radverkehrs und der Energiewende setzt sich Kern im sozialen Bereich für Pflegeheime in kommunaler Hand ein.

"Es kann in der SPD nicht ständig bergauf gehen", so Bundestagsabgeordneter und Generalsekretär der Bayern-SPD Uli Grötsch - auch ehemaliger Polizeibeamter - bei der Nominierungsversammlung beim Oberen Wirt Gilching. "Durchhalten" laute die Parole, der 88-jährige Gerd Wrage aus Inning, der für seine 70-jährige Parteitreue ausgezeichnet wurde, sei wankelmütigen Genossen ein Vorbild.

Gegen den "Gegenwind aus Bund und Land", wie es Tim Weidner bezeichnete, möchte eine engagierte und selbstbewusste Kreis-SPD mit ihrer Kreistagsliste Stimmen auf Landkreisebene gewinnen. Die Gesamtliste wurde in einer Blockabstimmung von jeweils zehn Plätzen von 41 Genossen mit 38 Ja-Stimmen gewählt, Kampfabstimmungen gab es keine. Die Liste war im Vorfeld von dem Team um Kreisvorsitzende Julia Ney (Platz 3) zusammen gestellt worden. Am Wahltag gab es ein paar Änderungen, die die Kandidaten unter sich ausgemacht hatten, bevor abgestimmt wurde.

Von Platz 1 bis 60 sind die Plätze abwechselnd mit Frauen und Männern besetzt. Neben altgedienten Sozialdemokraten wie der Starnberger Tim Weidner (Stellvertretender Landrat) und Manfred Walter (Bürgermeister in Gilching), die, genau so wie 21 weitere Kandidaten, bereits kommunale Ämter bekleiden, konnten auch junge Parteimitglieder gewonnen werden. So befinden sich unter den ersten 20 Kandidaten fünf Bewerber, die unter 30 Jahre alt sind. Aus dem westlichen Landkreis finden sich 30 Namen auf der Liste, aus dem Starnberger-See-Bereich sind es 20 und elf kommen aus dem Würmtal. Mit zehn Kandidaten bringt Gilching die meisten Bewerber auf die Liste, gefolgt von Starnberg (8) und Gauting (7). Auf den kommenden Wahlkampf freue sie sich, erklärte Christiane Kern. Sie bat darum, Kritik persönlich vorzubringen und andere nicht "auf Facebook, Twitter und Co anzufeinden".

Christiane Kern, Tim Weidner, Julia Ney, Marnfred Walter, Elisabeth Fuchsenberger, Claus Angerbauer, Angelika Wenisch, Jakob Stillmark, Petra Neugebauer, Wolfgang Schneider, Brigitte Altenberger, Christian Winkelmeier, Ulrike Obereisenbuchner-Galloth, Klaus Ebbinghaus, Julia Voigtländer-Bolz, Martin Dameris, Janina Schäfer, Michael Rappenglück, Veronika Schellhorn, Nico Wunderle, Janina Ziora, Matthias Helwig, Karin Keil, Helmut Popp, Bettina Nickel, Frank Hauser, Christiane Falk, Magnus Berchtold, Natascha Niederleitner, Karl Brunnhuber, Birgit Kastl, Walter Fuchs, Beatrice Duday, Nico Koch, Susanne Meier, Fritz Wauthier, Kerstin Königbauer, Stephan Bock, Teresa Falk, Ernst Deiringer, Lore Krumbholz, Doriano de Polli, Gabriele Kirchner-Pfaller, Oliver Meyer, Veronika Schnell, Thomas Dalibor, Christel Romero-Stempel, Werner Odemer, Erika Harder, Peter Eberl, Vera Schmid, Karlheinz Fuchs, Jutta Göbber, Siegfried Danninger, Silvia Wauthier, Herbert Sladek, Lisa Koch, Ingo Hugger, Susanne Mörtl, Andreas Romero.