Klimaschutz:Sonnenenergie für Bernried

Gemeinde möchte PV-Anlagen auf Schule, Sporthalle und Rathaus

Von Sylvia Böhm-Haimerl, Bernried

Die Gemeinde Bernried will auf öffentlichen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen errichten lassen. Damit soll der Eigenbedarf an Strom gedeckt werden. Überschüssiger Strom könnte in Ladesäulen eingespeist werden, die den Mitarbeitern kostenlos zur Verfügung stehen. Dies hat der Gemeinderat jüngst beschlossen. Im April war die Gemeinde dem Energieeffizienz-Netzwerk Oberland beigetreten, um sich beraten zu lassen. Nachdem mögliche Potenziale untersucht worden waren, machte Geschäftsführer Andreas Scharli Vorschläge für energetische Verbesserungen.

An der Grundschule soll eine Photovoltaik-Anlage im Rahmen der geplanten Sanierung umgesetzt werden. Sie war zunächst wegen der starken Verschattung des Dachs ausgeschlossen worden. Doch laut Scharli könnte damit zumindest in den Sommermonaten der gesamte Strombedarf der Schule gedeckt werden, selbst wenn nachträglich, wie geplant, eine Lüftungsanlage eingebaut wird. Die Maßnahmen werden über das Kommunale Investitionsprogramm zu 90 Prozent gefördert. Da diese Planungen jedoch nicht sofort umgesetzt werden können, will die Gemeinde zunächst die wegen der Pandemie notwendige Belüftung der sechs Klassenzimmer mit mobilen Geräten überbrücken. Sobald sie in der Schule nicht mehr benötigt werden, könnten sie auch anderswo eingesetzt werden, sagte Bürgermeister Georg Malterer. Die mobilen Lüftungsgeräte kosten 24 000 Euro und werden zu 50 Prozent gefördert. Die Schule wird nun entsprechende Angebote einholen. Auch die Warmwasserversorgung soll umgerüstet werden. Nach Scharlis Meinung ist Warmwasser in der Schule "eine Energievernichtungsmaschine". Zum Händewaschen und Putzen werde lediglich kaltes Wasser benötigt. Auch an der Sporthalle sowie am Rathaus sollen nachträglich Photovoltaik-Anlagen angebracht werden. An der Sporthalle wäre dies wegen des hohen Stromverbrauchs durchaus rentabel, sagte Scharli. Mit einer Anlage auf dem Rathausdach könnte überschüssige Energie in die Sommerkellerheizung eingespeist werden.

Zusammen mit dem Energieeffizienz-Netzwerk will die Gemeinde zudem ein Konzept für die Aufstellung von E-Ladesäulen erarbeiten. Sie könnten am Bahnhof, vor dem Betreuten Wohnen, am Rathaus oder an der Sporthalle aufgestellt werden.

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