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Klimaschutz:Seefelder, zur Sonne!

Gemeinde schließt bei Neubauten Nutzung fossiler Energien aus

Von Christine setzwein, Seefeld

Die Gemeinde Seefeld wird künftig bei der Planung und Ausweisung neuer Baugebiete darauf dringen, dass nach Möglichkeit nur noch regenerative Energien zum Einsatz kommen. "Im Sinne des Klimaschutzes" könnten Bebauungspläne entsprechend verfasst, Pilotprojekte "Umweltsieldung" geschaffen und über städtebauliche oder Kaufverträge verbindliche Regelungen zum Ausschluss fossiler Energieträger geschlossen werden. Einen entsprechenden Antrag der Lokalen Agenda 21 reichte die SPD-Fraktion in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein. "Wegweisend" nannte Martin Dameris die Forderung des Agenda-Arbeitskreises "Alternative Energien". Die Gemeinde Seefeld gelte im Landkreis als Vorbild, seit sie vor 20 Jahren für ihre Bürgerinnen und Bürger ein Förderprogramm für Energiesparmaßnahmen und Erzeugung regenerativer Energien etabliert hat. "Dieses Vorbild soll sie auch bleiben", sagte Thomas Zimmermann (Grüne), der den Antrag begrüßte.

Peter Schlecht (FWG) war nicht begeistert. "Ich bin gegen zusätzliche Reglementierung, es gibt doch schon die Energieeinsparverordnung", warf er ein. Auch Oswald Gasser (FDP) konnte mit dem Antrag wenig anfangen. Das müsse man sich bei konkreten Bauanträgen anschauen, meinte er. Johanna Senft (BVS) war der Antrag "zu blumig", sie vermisste ebenfalls Konkretes.

Josef Wastian (FWG) sieht die energetischen Probleme eher bei den Alt-, nicht bei den Neubauten. Trotzdem votierte er für den Antrag. "Ich stimme zu, weil es uns nicht wehtut." Dem schlossen sich die Gemeinderäte an, nur Peter Schlecht lehnte ab.

© SZ vom 09.10.2020

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