Klettern Speed, Bouldern und Lead

Christina Kautzner klettert am liebsten klassisch.

(Foto: Daniel Kretschmer/oh)

Christina Kautzner will in den Nationalkader der Sportkletterer

Christina Kautzner, 16, aus Gilching erreichte im Vorjahr bei den Deutschen Meisterschaften im Sportklettern den fünften Rang - für die jüngste Teilnehmerin im Finale ein Riesenerfolg. 2018 war ein sehr wettkampfintensives Jahr mit deutschem Jugend-Cup, der bayerischen Serie und eben den Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen in Darmstadt.

Sportklettern ist in Deutschland zwar noch immer Randsportart, die aber 2020 in Tokio ihre olympische Premiere haben wird als Kombination aus Speedklettern, Bouldern und Leadklettern. Bouldern ist eine Variante in Absprunghöhe bis zu vier Meter Höhe mit Matten am Boden. "Lead" ist das klassische Seilklettern, bei der Wände mit enormem Überhang bis zu 20 Meter Höhe unter Sicherung eines Helfers bestiegen werden. Dritte Variante ist das Speed-Climbing auf einer seit 2005 weltweit genormten Route mit 15 Meter Höhe. Die Weltrekorde liegen bei den Männern bei 5,48 Sekunden, bei den Frauen bei 7,32 Sekunden. Christina schafft die Route in 13 Sekunden. Doch ihre Lieblingsdisziplin ist Lead, "weil ich da am besten bin", sagt die Gymnasiastin.

Sportliches Ziel ist für die Kletterin vom "Deutschen Alpenverein München und Oberland", die bereits festes Mitglied im bayerischen Kader der A-Jugend ist, die Aufnahme ins Nationalteam. Beim Deutschen Jugendcup in Kempten erreichte sie in der Disziplin Lead (Seilklettern) den zweiten Platz und ist damit nun auch für einen Europäischen Jugendcup nominiert, der Anfang August in Imst (Österreich) stattfindet. Zudem wurde sie auch zu zwei Lehrgängen mit dem deutschen Nationalkader eingeladen.