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Kinderbetreuung:Zu wenig Kita-Plätze

Dießen beschließt Kauf der Container-Anlage in Riederau

Von Armin Greune, Dießen

Anhaltender Zuzug und die Tendenz, Ein- und Zweijährige in Krippen anzumelden, setzen die Marktgemeinde unter Druck. Für 2021/2022 ist nach derzeitigem Stand erneut ein gravierender Mangel an Betreuungsplätzen abzusehen. Selbst wenn das Provisorium am Kinderhaus Riederau weiterlaufe und die neuen Räume in Dettenschwang bis zum Herbst bezugsfertig werden, können 22 von 147 angemeldeten Kindern nicht untergebracht werden. Dießens Geschäftsleiter Karl-Heinz Springer setzte in der jüngsten Sitzung den Gemeinderat von dieser prekären Lage in Kenntnis. Als Sofortmaßnahme beschloss man, die eigentlich nur für ein Jahr vorgesehenen Module in Riederau weiter zu betreiben. Allerdings nicht zur Miete - Springer soll nun mit dem Eigentümer über einen Kauf verhandeln.

Dabei hatte man sich vor einem Jahr, als ebenfalls 22 Betreuungsplätze fehlten, noch für das Anmieten des Containers entschieden - trotz monatlicher Kosten von 4000 Euro. Nach langer Debatte wurden der Erwerb oder die Errichtung eines Holzständerbaus mehrheitlich verworfen: Man ging 2020 noch davon aus, dass mit dem Umbau der Wohnung über dem Dettenschwanger Kindergarten der Mangel behoben sei. Der Neupreis eines Containers entspräche etwa dreieinhalb Jahresmieten, erklärte nun Springer. Florian Zarbo (FW), Geschäftsleiter in Utting, sah auch bei Dießens Nachbargemeinden für die Kita-Container einen "Riesenbedarf". Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig den Erwerb des Provisoriums. Im April soll die langfristige Kindergartensituation zur Diskussion stehen.

© SZ vom 23.03.2021
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