Kinderbetreuung:Dießen plant neuen Hort

Freie Plätze sind am Ammersee-Westufer derzeit rar

Von Armin Greune, Dießen

Am Westufer des Ammersees herrscht in den Betreuungseinrichtungen räumlicher und personeller Notstand: In Utting müssen derzeit die Schützlinge des katholischen Kindergartens zwei Stunden früher nach Hause geschickt werden, weil es den Mitarbeitern nicht mehr zuzumuten war, insgesamt 150 bis 200 Überstunden in der Woche zu leisten. In Dießen konnte der Umbau des Kinderhauses Dettenschwang zwar wie geplant zum September fertig gestellt werden, anstelle der ehemaligen Wohnung steht nun ein zusätzlicher Gruppenraum zur Verfügung. Der Betrieb läuft dort nun in drei Gruppen. Doch es fehlt auch dort an Betreuerinnen, deshalb stehen derzeit noch ein knappes Dutzend Dießener Kinder auf der Warteliste.

Während im Rathaus fieberhaft an einer kurzfristigen Lösung des Personalproblems gearbeitet wird, stellte der Gemeinderat kürzlich die Weichen, um mittelfristig mehr Räume für die Kinderbetreuung zu schaffen. Nachdem eine Bedarfsprognose ergeben hatte, dass bis zum Jahr 2028 zwei zusätzliche Hortgruppen und eine erweiterte Mittagsbetreuung untergebracht werden müssen, wurde nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Mit ihr soll geklärt werden, ob sich ein Grundstück im Eigentum der Gemeinde für den Neubau eines Kinderhauses eignet. Die Fläche ist etwa 1600 Quadratmeter groß und befindet sich an der Landsberger Straße in unmittelbarer Nachbarschaft der Carl-Orff-Volksschule und nicht weit von der Mädchenrealschule entfernt. Die Lage wäre also für einen Hort ideal, doch vorerst stehen noch viele Fragen offen - etwa wie die Erschließung des künftigen Kinderhauses sichergestellt werden könnte.

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