Mehr als 700 Schülerinnen und Schüler besuchen das öffentliche Gymnasium mit integriertem Internat in Kempfenhausen. Der überwiegende Teil von ihnen wohnt in der näheren Umgebung und geht mittags oder nachmittags nach Schulschluss ganz normal nach Hause. Rund 50 Jugendliche sind Internatsschüler – das heißt, sie wohnen den überwiegenden Teil des Jahres in Gebäuden auf dem Schulgelände und fahren hauptsächlich in den Ferien heim zu ihren Eltern.
Jetzt soll das drittälteste Gebäude im nordöstlichen Teil des rund 21.000 Quadratmeter großen Schulareals in Kempfenhausen abgebrochen und gegen einen Neubau ersetzt werden. Das bisherige Gebäude sei schon arg in die Jahre gekommen und weise eher den „Charme einer Jugendherberge“ auf, sagte Schulleiter Tomas Raidt im Gespräch mit der SZ.
Am Dienstagabend hatte der Berger Gemeinderat dem Abriss des alten Baukörpers auf dem Schulgelände und der Errichtung eines neuen Wohngebäudes für 66 Internatsschüler zugestimmt. „Wir freuen uns sehr, dass es jetzt bald losgehen kann“, sagte Raidt. Der Neubau nach modernen Standards wird mit einer Grundfläche von etwas mehr als 600 Quadratmetern geplant und weist eine Firsthöhe von gut 14 Metern auf. Damit wird das Gebäude größer und höher als der bisherige Bestandsbau. Raidt machte keinen Hehl daraus, dass es im Interesse der Schule ist, neue Internatsschüler zu gewinnen.

Er hofft, dass mit dem Bau im Oktober dieses Jahres begonnen wird. Über eine sogenannte Baustraße – ein zusätzlicher Weg – sollen die Lastwagen auf das Gelände gelangen, ohne den Schulalltag zu beeinträchtigen. Raidt geht davon aus, dass der Neubau innerhalb der kommenden zwei Jahre bezugsfertig sein wird.

