Das war knapp: Der von den Schülersprechern organisierte Frühlingsball des Gymnasiums Starnberg konnte im März noch stattfinden, "in der Woche darauf kam der Lockdown", erzählt Lola Reynolds. Sie und die zwei anderen Schülersprecher Iona Klepser und Maximilian Eder sind nun mit dem Elmar-von-Trauwitz-Preis ausgezeichnet worden. In diesem schwierigen Jahr hätten die Schülersprecher hervorragend für ihre Schule eingestanden, hätten viel durchgesetzt und organisiert, sagt Verbindungslehrer Tobias Bjarsch. "Ich habe eine ganze Liste."
Die Liste ist tatsächlich lang: Trotz Corona und Lockdown haben die drei Elft- und Zwölftklässler einen alten Zirkuswagen als Sitz für die Schülermitvertretung renoviert, beim Weihnachtsbasar so viel Geld wie niemals zuvor gesammelt und zuletzt Videos gedreht, um ihre Mitschüler über die Coronaregeln aufzuklären. Sie zeigen beispielsweise, wie man Masken richtig trägt, und erklären das Rechtslaufgebot in den Gängen. Auch während des Lockdown haben sie die Schülerinnen und Schüler wöchentlich über ihre Arbeit mit einem Video informiert und ein Hausaufgabenheft gestaltet.
Der Preis wird jedes Jahr verliehen. Damit soll soziales Engagement für die Schule geehrt werden, nicht schulische Leistungen. Walter Nirschl fasst es so zusammen: "Das hat mal gar nichts mit Noten zu tun." 2019 wurde die Theater-AG ausgezeichnet. Der Namensgeber des Preises war stellvertretender Schulleiter am Gymnasium, außerdem hat er den Verein Freunde des Gymnasiums Starnberg 1988 mitgegründet. "Er wollte weiter für seine Schüler da sein", erklärt Walter Nirschl. Er ist erster Vorsitzender des Vereins und hat Elmar von Trauwitz als Lehrer miterlebt. Er sei ein "richtiger Typ" gewesen.
Iona und Maximilian werden auch im nächsten Jahr wieder ihre Mitschüler vertreten. Was sie dann in Angriff nehmen wollen, wissen sie noch nicht genau. "Wir müssen gucken, wie es mit den Corona-Maßnahmen läuft", sagt Iona dazu. Und Maximilian ahnt, dass viel "digital stattfinden" wird.
