Jugendhilfeausschuss:Investition in die Zukunft

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Der Landkreis unterstützt Einrichtungen, die sich um das Wohl von Kindern, Jugendlichen und Familien kümmern.

Von Sabine Bader, Starnberg

Das Wohl von Kindern, Jugendlichen und Familien steht bei etlichen Vereinen im Mittelpunkt. Doch um für sie auch etwas tun zu können, brauchen sie Geld. Darum beantragen sie alljährlich Zuschüsse vom Landkreis Starnberg.

Das Eltern Kind Programm (EKP) in Stockdorf zum Beispiel: Es ist ein rühriger Verein, der insgesamt sieben Gruppen in Gauting, Stockdorf, Pöcking und Gilching betreibt, die sich ein- bis zweimal pro Woche treffen und nach frühpädagogischem Konzept arbeiten. Abgerundet wird ihr Angebot durch Familienwochenenden, Mittags- und Ferienbetreuung sowie Zeltlager. Der Verein hat einen Zuschuss in Höhe von 10000 Euro erbeten.

Auch der Arbeitskreis Sucht benötigt etwas Geld. 400 Euro braucht er für die Pflege und die Wartung seiner Info APP "Info-STAr" sowie für Werbemittel, um sie bei Jugendlichen bekannter zu machen. Die App präsentiert Hilfsangebote in jugendgerechter Form und und kann unkompliziert auf dem Smartphone installiert werden. Über sie können die jungen Leute auch Kontakt zur Beratungsstelle aufnehmen, wenn sie beispielsweise Stress mit den Eltern, in der Schule oder in der Partnerschaft haben. In der Zeit von Mai 2021 bis April 2022 wurde die App, die schon seit 2018 verfügbar ist, insgesamt 260 mal aufgerufen und 55 mal installiert. Im Jahr zuvor waren es 335 Aufrufe und 85 Installationen.

Die Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen des Bistums Augsburg, die auch eine kleine Außenstelle in Starnberg betreibt, erhält für ihre Arbeit einen Zuschuss in Höhe von 7700 Euro vom Landkreis. Die Einrichtung bietet Hilfe bei Trennungen und Scheidungen, aber auch bei sonstigen Konflikten an. Im Landratsamt sieht man die kirchliche Beratungsstelle keinesfalls als Konkurrenz an. Im Gegenteil: Die kirchliche Organisation habe sich seit ihrer Gründung im Jahr 1997 im Landkreis Starnberg etabliert und stelle eine sinnvolle Alternative zur landkreiseigenen Kinder-, Jugend- und Familienberatungsstelle dar, heißt es dazu aus der Behörde.

Mit dem weitaus höchsten Betrag unterstützt der Landkreis weiterhin den Verein "Brücke": Bereits seit seiner Gründung 1980 kümmert sich der Verein intensiv um die Wiedereingliederung straffällig gewordener junger Menschen. Zu deren Delikten zählen unter anderem Drogenkonsum, Diebstahl, Fahren ohne Führerschein, Sachbeschädigung, Schulschwänzen, Körperverletzung, Schwarzfahrten in Bus oder Bahn sowie Fahrerflucht und Beleidigung. Die Einrichtung vermittelt den Jugendlichen soziale Dienste und Sozialstunden. Der Landkreis unterstützte den Verein im Vorjahr mit 169000 Euro. Für das Jahr 2022 beantragt der Verein 185 500 Euro für Personalkosten sowie Sach- und Verwaltungsaufwand. Die jetzt beantragte Erhöhung um 16500 Euro wird mit gestiegenen Personalausgaben begründet - eine Erklärung, die die Kreisräte durchaus nachvollziehen konnten. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses billigten einstimmig alle vier Zuschussanträge.

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