Herrsching:Digitales Bürgerbüro

Lesezeit: 1 min

Herrsching: Geschäftsleiter Günther Pausewang, Dominik Frommknecht und Katrin Engelhardt vom Projektteam sowie Bürgermeister Christian Schiller (rechts) präsentieren das neue System.

Geschäftsleiter Günther Pausewang, Dominik Frommknecht und Katrin Engelhardt vom Projektteam sowie Bürgermeister Christian Schiller (rechts) präsentieren das neue System.

(Foto: Gemeinde Herrsching)

Die Gemeinde rüstet im Netz auf: Eine App soll die Bevölkerung im Ernstfall warnen, das Online-Bürgerbüro Gänge zum Amt ersparen. Erste Funktionen werden schon angenommen.

Von Paul Wiese

Der alte Internetauftritt der Gemeinde ist Geschichte: Nun präsentierten Herrschings Bürgermeister Christian Schiller (parteilos), Geschäftsleiter Günther Pausewang und das Projektteam Dominik Frommknecht und Katrin Engelhardt die neue Website - inklusive App für die Bürgerinnen und Bürger Herrschings.

Gut acht Monate habe die Entwicklung des Konzepts gedauert, berichtet Engelhardt, die im Rathaus für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Frommknecht und Engelhardt haben alle Inhalte für Website und App selbst erstellt. Bei der technischen Umsetzung half die IT-Firma hitcom.

Die größte Neuerung: ein Online-Bürgerbüro, über das sich die Herrschinger einige Gänge zum Amt künftig sparen können. Engelhardt erklärt, so solle das bayerische Onlinezugangsgesetz umgesetzt werden, welches das "Anbieten aller Verwaltungsleistungen auch elektronisch" fordert, wie es auf der Website des Digitalministeriums heißt.

Für viele Vorgänge steht ein Online-Verfahren oder PDF-Dokument zur Verfügung. Eine Übersicht der Ressorts wie "Umzug", "Heiraten" oder "Bauen & Wohnen" findet sich auf der Startseite des Bürgerbüros. Zu jedem Unterpunkt stehen Informationen, der entsprechende Ansprechpartner und die nötigen Formulare zur Verfügung. Auch neu: Die Online-Terminvereinbarung, mit der man laut Engelhardt vermutlich die Telefonzentrale entlasten kann. Am Tag, nachdem die Website online ging, nutzten bereits sieben Bürger diese Funktion.

Im Katastrophenfall informiert eine App die Bürger - unter einer Voraussetzung

Über den neuen Schadensmelder, der ebenfalls unter herrsching.de abrufbar ist, können die Herrschinger online Schäden melden, die ihnen im öffentlichen Raum auffallen: Ein Bild der kaputten Straßenlaterne, des vollen Mülleimers oder der beschädigten Parkbank, inklusive Standort und Beschreibung, reichen dafür aus.

Die neuen Funktionen bietet auch die Gemeinde-App. Einen besonderen Vorteil sieht Schiller bei der Bevölkerungswarnung: Durch Störungs- und Warnmeldungen können die Bürger per Push-Benachrichtigung direkt über ihr Handy informiert werden, "zum Beispiel bei Sturzfluten oder einer Störung im Trinkwassernetz", erklärt Schiller. Wegen der Flutkatastrophe im Ahrtal Mitte vergangenen Jahres habe man sich dieses Thema zu Herzen genommen. Die Voraussetzung: Benachrichtigungen müssen auf dem Smartphone aktiviert sein. Auch für Veranstaltungshinweise sei die Push-Funktion gedacht.

Kleinere Fehler enthält der neue Internetauftritt noch: Neben Fehlermeldungen, die oft durch wegklicken zu beheben sind, verbessern Engelhardt und Frommknecht im laufenden Betrieb noch einige Rechtschreib- und Anzeigefehler.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema