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Inning:Freie Fahrt auf der neuen Amperbrücke

Inning Stegen, Amperbrücke

Rechtzeitig vor dem Wintereinbruch ist am Montag die Amperbrücke der Staatsstraße 2070 in Stegen für den Verkehr freigegeben worden.

(Foto: Georgine Treybal)

Das Bauwerk neben der Lindauer Autobahn A96 in Stegen ist nach neun Monaten fertiggestellt worden und bietet mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer.

Von Peter Haacke

Nach neunmonatiger Bauzeit ist die neue Bogenbrücke über die Amper für den Verkehr freigegeben worden. Die Überführung neben der Autobahn im Inninger Ortsteil Stegen stellt Fußgängern und Radfahrern einen jetzt auf drei Meter verbreiterten kombinierten Geh- und Radweg zur Verfügung. Die alte Amperbrücke konnte unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte nicht mehr instandgesetzt werden und wies zudem einen nur knapp 1,40 Meter breiten Gehweg auf, der regelmäßig von einer Vielzahl an Radfahrern des Ammersee-Rundweges mitbenutzt wurde. Aus diesem Grund hatte sich das Staatliche Bauamt in Weilheim für einen 8,4 Millionen Euro teuren Neubau entschieden.

Aus Sicht der Brückenbauer bestand eine besondere Herausforderung unter anderem in der Verkehrsführung während der Bauzeit. Da der Bau einer Behelfsbrücke aus Gründen des Naturschutzes ausschied und die Staatsstraße 2070 zwischen den Anschlussstellen Greifenberg und Inning zugleich Umleitungsstrecke für die Autobahn A 96 ist, war eine Vollsperrung der alten Brücke nicht möglich. Stattdessen gab es eine einmalige Sonderlösung.

Nach Verhandlungen mit der Autobahndirektion Südbayern in Kempten konnten alle vier Richtungsfahrbahnen der A 96 - sowohl die beiden Spuren nach Lindau als auch nach München - auf das nördliche Bogenbrückenbauwerk der Autobahn verlegt werden. Dadurch wurde die südliche Überführung der Autobahn frei: Hier floss nun während der Bauzeit nahezu ungehindert der motorisierte Verkehr der Staatsstraße 2070 inklusive Fußgänger- und Radfahrverkehr. Um den baustellenbedingt eingeengten Verkehr auf der Autobahn nicht in die Winterzeit fallen zu lassen, war von vornherein die Fertigstellung der neuen Amperbrücke vor Mitte Dezember angestrebt. Die vorgesehene Bauzeit seit Anfang März konnte trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ebenso wie der geplante Kostenrahmen eingehalten werden.

Witterungsbedingt sollen die Restarbeiten an der Brücke wie Korrosionsschutz der Stahlkonstruktion und Anpassungsarbeiten an den Geländern im Mai 2021 erfolgen. Für diese Arbeiten sind eventuell geringfügige Einschränkungen im Verkehrsraum notwendig, teilt das Staatliche Bauamt Weilheim mit.

© SZ vom 03.12.2020
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