Immobilien:Eine der bedeutendsten Villen am Starnberger See steht zum Verkauf

Prinz Karl hat das Anwesen gebaut, nach 200 Jahren können es die Nachfahren nicht mehr halten. Der traumhafte Blick aus der Villa Almeida aufs Wasser hat seinen Preis.

Von Astrid Becker

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(Foto: Georgine Treybal)

Imposanter Blick vom Salon auf den Starnberger See: Die Almeida-Villa an der Weilheimer Straße ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt. Nun wird sie samt Gesindehaus, Pavillon und 27 000 Quadratmeter großem Park verkauft. Es geht um einen zweistelligen Millionenbetrag.

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(Foto: Georgine Treybal; .)

Fast zwei Jahrhunderte hatte sich die Villa in Familienbesitz befunden. Prinz Karl, ein Bruder von König Ludwig I., hat sie 1832 bauen lassen. Ein Leuchter mit ausgestopftem Papagei erwartet die Besucher im Treppenhaus.

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(Foto: Georgine Treybal; .)

Das Haus bietet etwa 800 Quadratmeter Fläche verteilt auf etliche Salons, Zimmer, Bibliothek, Küchen und Bäder - und steht selbstverständlich unter Denkmalschutz.

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(Foto: Georgine Treybal; .)

Der Bau gilt als Initialzündung für die Villenkultur am Starnberger See. Tatsächlich war die Gegend zu Zeiten Prinz Karls noch nicht bebaut. Seine Villa stand einst recht einsam auf einem grünen Hügel, eingebettet in einen Park in englischem Stil.

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(Foto: Georgine Treybal)

Heute ist das Anwesen als Villa Almeida bekannt: Prinz Karls jüngste Tochter, Franziska Sophie (geboren 1827), hatte den Vizegrafen von Almeida in Brasilien geheiratet, Paulo Martins de Almeida.

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(Foto: Franz-Xaver Fuchs)

Zuletzt lebte die bekannte und beliebte Wohltäterin Ruth Gräfin Almeida in der Villa. Sie hatte der Stadt Grundstücke für eine Sportanlage überschrieben und eine Stiftung für Bedürftige gegründet.

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(Foto: Georgine Treybal; .)

Und wer die Villa in diesen Tagen betritt, gut fünf Jahren nach ihrem Tod, könnte fast den Eindruck gewinnen, jeden Moment dort noch Ruth Gräfin Almeida zu begegnen.

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(Foto: Georgine Treybal)

Die Bäder versprühen eher den Charme der Sechzigerjahre. Der Käufer wird noch Millionen in die Sanierung der Villa stecken müssen.

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(Foto: Georgine Treybal; .)

Vier Enkel haben die Villa geerbt. Sie haben fünf Jahre darum gekämpft, das Anwesen zu halten. Doch die Familie, die dort einzöge, könne die anderen nicht ausbezahlen, sagt Fabian Waechter, einer der Erben, der als Kind seine Ferien in der Villa verbrachte.

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(Foto: Georgine Treybal)

"Wir hoffen, dass das Haus von den neuen Eigentümern wirklich richtig bewohnt und dass es vielleicht auch bisweilen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, wie es meine Großmutter tat", sagt Waechter. Eine Handvoll ernsthafter Interessenten hätten sie bereits gefunden, sagt André Schnitzke vom Maklerbüro Duken & von Wangenheim. Um wen es geht, verrät er aber nicht. Nur so viel: Es handle sich um Unternehmerfamilien aus dem Münchner und Starnberger Raum.

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