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Im Landkreis:Mehr Müll durchs Home-Office

Home-Office und Homeschooling wirken sich auf die Abfallmengen im Landkreis Starnberg aus. Die Firma Remondis beantragte deswegen, in ihrem Müllentsorgungsbetrieb in Weßling mehr Abfall anzuliefern und zu verwerten als im Vertrag geregelt. Statt wie bisher 290 Tonnen pro Tag sollen nun 340 Tonnen "an nicht gefährlichen Abfällen", wie es in der Tischvorlage der Gemeinderatssitzung in Weßling heißt, verwertet werden. Pizzakartons, Paketschachteln und die vielen Verpackungen der "To-go"- Speisen würden derzeit die Müllmengen erhöhen, erklärte Bürgermeister Michael Sturm. Dazu komme, dass die Einwohnerzahlen und die Gewerbebetriebe durch Neubauprojekte wachsen - und damit auch der Müll. Die Aussicht auf steigende Abfallmengen wollte Brigitte Weiß (Grüne) nicht hinnehmen. Sie regte an, einen Aufruf zur Müllvermeidung an die Haushalte zu verteilen. "Auch ohne Corona steigt der Müll an", wusste Sebastian Grünwald (Grüne). "Wir sollten uns mit dem Thema beschäftigen, können es als Gemeinde aber nicht lösen". Der Gemeinderat stimmte dem Antrag des Abfallbetriebs zu - vorbehaltlich eines positiven Änderungsbescheids des Landratsamts Starnberg.

© SZ vom 26.03.2021 / pat
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