Hohenpeißenberg:Drittwärmster Juli seit 235 Jahren

Auf einen warmen Juni folgte ein Juli mit rekordverdächtiger Hitze: Die Temperaturen im zurückliegenden Monat lagen auf dem Hohen Peißenberg um 4,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Mit einem Durchschnitt von 19,5 Grad war es der drittheißeste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen des Meteorologischen Observatoriums im Jahr 1781. Dort wurden auf fast 1000 Meter Höhe vier Hitzetage (Maximum über 30 Grad) und zwei Tropennächte (in denen es nicht kühler als 20 Grad sein darf registriert. Wetterbeobachter Lorenz Siegmar erklärt dies mit einem umfangreichen Hoch über Südeuropa, dass den Zustrom kühlerer Luftmassen vom Nordatlantik blockierte - "was in den letzten Jahren selbst im Winter immer häufiger vorkam". Der Juli 2015 war zudem extrem trocken: In Gut Hüll wurden nur 18 Millimeter Regen gemessen, auf dem Peißenberg fielen immerhin 45 Millimeter - dennoch nur 28 Prozent dessen, was normalerweise zu erwarten ist. In der dort bis zum Jahr 1879 zurückreichenden Niederschlags-Messreihe nimmt der diesjährige Juli damit den viertletzten Rang ein. Dafür schien überdurchschnittlich oft die Sonne: 279 Stunden lang, was 121 Prozent des langjährigen Durchschnitts entspricht.

© SZ vom 04.08.2015 / arm
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