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Herrsching:Wassersportler fordern Parkplätze

Petition setzt auf kreative Lösung der Gemeinde

Hobbysportler, die den Ammersee als Revier zum Surfen oder Kite-Surfen nutzen, sind unzufrieden mit den jüngsten Verhältnissen in Herrsching: Sie beklagen den Entfall von Parkmöglichkeiten für ihre Fahrzeuge und haben daher eine Online-Petition auf den Weg gebracht, die bislang schon von rund 860 Unterstützern unterzeichnet wurde. Sie fordern eine Wiederherstellung der Parkplätze oder neue Parkmöglichkeiten für die Sportler. Vorläufiges Ziel sind 1000 Unterzeichner, die Aktion läuft noch bis Mitte September.

Nach Angaben der Initiatoren - Michael Brandl aus Weßling, Speed-Vizeweltmeister Andy Laufer sowie "Surf"-Journalist Sebastian Schöffel (beide aus Herrsching) - hat das Staatliche Bauamt Ende Mai eine seit Jahrzehnten von Wassersportlern genutzte Parkmöglichkeit an der Staatsstraße 2067 (Rieder Straße) kurz hinter dem Ortsschild in Richtung Breitbrunn durch Aufschüttung von mehreren hundert Metern langen Erdwällen unterbunden. Zwei weitere Windsurfeinstiege (Spots) im Gemeindegebiet seien für die meisten Wassersportler praktisch unerreichbar: In der Franz-Zell-Straße ist Parken nicht mehr erlaubt, am Mühlfeld - erreichbar nur über den privaten Campingplatz - sind Windsurfer unerwünscht; der Seezugang wurde durch Zaun und Tor gesperrt. "Für geschätzt 95 Prozent der Windsurfer, die bisher die Herrschinger Spots aufgesucht haben, wird in Zukunft kein Platz mehr sein", heißt es. Die Petenten hoffen nun auf "kreative Lösungen" der Gemeindeverwaltung, bei denen auch die Belange der Wassersportler berücksichtigt werden.

© SZ vom 28.08.2020 / phaa

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