In einer Asylbewerberunterkunft in Herrsching am Ammersee ist am Mittwoch ein 40-jähriger Mann durch Messerstiche getötet worden. Laut Polizeiangaben waren zwei afghanische Staatsbürger in einen Konflikt geraten, die Hintergründe für die Auseinandersetzung sind bislang unklar. Im Verlauf des Streits soll der Jüngere der beiden, ein 36-Jähriger, unvermittelt ein Messer gezogen und mehrfach auf seinen Landsmann eingestochen haben. Die Verletzungen am Brustkorb und Kopf des Opfers erwiesen sich als tödlich. Trotz Reanimationsversuchen erlag der 40-Jährige wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Er hinterlässt eine Frau und vier Kinder.
Zum Grund der Auseinandersetzungen hat der Verdächtige keine Angaben gemacht
Zeugen des Vorfalls hatten umgehend Rettungskräfte und Polizei alarmiert. Beamte der Polizeiinspektion Herrsching trafen den 36-jährigen Tatverdächtigen am Tatort an, der sich widerstandslos in seinem Wohncontainer festnehmen ließ. Er wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München II am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Der Beschuldigte hat bislang keine Angaben zum Grund der Auseinandersetzung gemacht, teilte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mit. Die Kriminalpolizei ermittelt und hofft auf Erkenntnisse durch Zeugenbefragungen.
Die Herrschinger Asylunterkunft in der Goethestraße ist eine Containerwohnanlage für Familien und Alleinstehende, die im Jahr 2015 als erste ihrer Art im Landkreis Starnberg errichtet wurde. Dort sind aktuell rund 120 bis 130 Personen untergebracht, die unter anderem aus Afghanistan, Ukraine und Afrika stammen.

