Herrsching Polizei identifiziert mutmaßlichen Urheber falscher Bombendrohung

Ein 53-jähriger Weßlinger soll das beschriftete Kuvert in einer Bank hinterlassen haben. Zu seiner Vernehmung erscheint er allerdings nicht.

Der Mann, der am 4. November vorigen Jahres in einer Herrschinger Bank ein Kuvert mit der Drohung "Das ist eine Briefbombe" hinterlassen hat, ist laut Polizei eindeutig identifiziert. Demnach handelt es sich um einen 53-jährigen Mann aus Weßling.

Nach einer öffentlichen Fahndung mit dem Foto des Tatverdächtigen gingen bei der Polizei seit dem 6. März etliche Hinweise ein, dabei sei insbesondere der Weßlinger mehrfach genannt worden, teilte Herrschings Polizeichef Erich Schilling am Mittwoch mit. Nach Schillings Angaben hat sich der Mann selbst bei der Polizei gemeldet, als er sich in der Zeitung erkannte. Allerdings habe der Tatverdächtige einen Termin zur Vernehmung nach Rücksprache mit seinen Anwälten ungenutzt verstreichen lassen. Deshalb würde es in dem Fall bisher auch keine weiteren Erkenntnisse zu den Hintergründen oder zum Motiv geben. Auch der Beruf des 53-Jährigen wurde nicht angegeben. Die Inspektion Herrsching bedanke sich bei der Bevölkerung für ihre Mithilfe.

Ein 68-jähriger Herrschinger hatte seinerzeit auf dem Kontoauszugsdrucker seiner Bankfiliale an der Bahnhofstraße den Umschlag mit der Aufschrift "Das ist eine Briefbombe" entdeckt. Die alarmierten Polizeibeamten riegelten mehr als zwei Stunden lang das Bankgebäude und Parkplätze in der Umgebung ab. Die vermeintliche Briefbombe entpuppte sich jedoch als harmloses Kuvert. Gegen den damals noch unbekannten Urheber wurden Ermittlungen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet.