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Herrsching:Jahresbericht im Zeichen von Corona

Eigentlich hätte in der nächsten Woche, am Donnerstag, 25. Februar, die erste Bürgerversammlung in Herrsching stattfinden sollen - gefolgt von weiteren in den Ortsteilen Breitbrunn und Widdersberg. Doch die Corona-Pandemie hat diese Pläne zunichte gemacht. Die Bürger sollen aber trotzdem informiert werden - in Form des Jahresberichts, den die Gemeinde bereits zum 13. Mal auflegt. Der Report ist am Donnerstag vorgestellt worden. Die mehr als 50 Seiten starke Broschüre nimmt noch einmal Bezug auf die Kommunalwahl im Coronajahr, auf den Jahresempfang mit der Ehrung engagierter Bürger, der 2020 noch abgehalten wurde, in diesem Jahr jedoch ausfallen musste. Überhaupt steht das Heft sehr unter dem Eindruck der Pandemie. Die Bürger erfahren darin zum Beispiel einiges über die Finanzen der Gemeinde - etwa, dass pandemiebedingt 3,3 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer eingenommen wurden. Im vergangenen Jahr wurden dazu bereits drei Millionen Euro an geplanten Ausgaben aus dem laufenden Haushalt gestrichen, die Realisierung mancher Vorhaben auf dieses Jahr verschoben, etwa der Bau eines neuen Gemeindehauses in Widdersberg oder die neue Obdachlosenunterkunft in Herrsching. In der Broschüre geht es diesmal aber auch darum, wie sehr die Pandemie die Arbeit im Rathaus verändert hat: Das Bauamt musste allein bei der Reinigung seiner Liegenschaften, zu denen auch die Sporthallen gehören, einen weitaus höheren Aufwand betreiben als sonst. Die Jugendarbeit wiederum erfolgt derzeit unter ganz anderen Vorzeichen. So kann der eigens eingestellte Streetworker Jan Pleines seiner eigentlichen Arbeit nicht nachgehen und hilft derzeit in anderen Bereichen der Verwaltung mit. Von kommendem Montag an wird der neue Jahresbericht an sämtliche Haushalte in Herrsching verteilt.

© SZ vom 19.02.2021 / Abec
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