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Herrsching:Der Bauernhof als Erlebnis

Josef Schernthaner baut das Perger-Grundstück um

Das ehemalige Perger-Grundstück in Breitbrunn will der neue Eigentümer gründlich umgestalten. Dafür ändert der Herrschinger Gemeinderat den Flächennutzungsplan im Bereich des etwa 20 000 Quadratmeter großen Geländes, das bisher der Landwirtschaft vorbehalten ist und nun als "Sondergebiet Fremdenverkehr" ausgewiesen wird.

Der Neurieder Unternehmer Josef Schernthaner plant auf dem Grundstück des ehemaligen Saftherstellers eine "erlebbare Landwirtschaft" mit frei laufenden Tieren. Der Hofladen sowie die Saftproduktion werden weitergeführt. Ein weiterer Schwerpunkt wird der Garten- und Landschaftsbau. "Wir haben uns in vielerlei Hinsicht der Natur entfremdet, wissen oft nicht einmal, wie entstand, was wir essen", heißt es in dem Konzept Schernthaners. Das möchte der Betreiber ändern. "Besucher, Kunden, Einkäufer im Hofladen sollen vor Ort Aspekte nachhaltiger Produktion und artgerechter Haltung von Nutztieren erleben können", schreibt er. Auf dem Areal möchte er sieben 35 Quadratmeter große Holzhütten mit Satteldach errichten, die er an Seminarteilnehmer und andere Gäste vermieten will. Außerdem soll es einen Schwimmteich geben.

Die Bestandsgebäude bleiben stehen, allerdings musste sie der neue Eigentümer teilweise zurückbauen. "Sie waren größer als genehmigt", erklärte Bürgermeister Christian Schiller im Gemeinderat. "Das war eine Unordnung, die der neue Eigentümer beseitigt hat", sagte Schiller, der sich mit dem Bauausschuss die Situation angeschaut hatte. Was die Flächen betrifft, die aus dem Landschaftsschutz herausgenommen werden sollen, versicherte er: "Dabei handelt es sich um eine Kiesbrache". Sie war teilweise durch den Gebäuderückbau entstanden.

Weil das Grundstück liegt im Außenbereich und in einem Landschaftsschutzgebiet liegt, stellt die Gemeinde einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf. Auch ein künftiger Radweg, der an dem Anwesen vorbei führt, soll dabei eingeplant werden.