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Waldbrand bei Herrsching:Kripo ermittelt wegen Brandstiftung

Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten im Wald.

(Foto: Kreisbrandinspektion)

Feuerwehrleute haben Holzstapel entdeckt, die wie bei einem Lagerfeuer gestapelt waren. Der Schaden liegt bei 25.000 Euro.

Ein Feuer in einem Wald zwischen Herrsching und Breitbrunn hat am Dienstagnachmittag 120 Kräfte der Feuerwehren Herrsching, Buch, Breitbrunn, Pöcking, Söcking, Gilching, Tutzing, Hechendorf und Oberpfaffenhofen in Atem gehalten. Die Ursache des Brands ist weiter unbekannt.

Nachdem ein Brandfahnder am Mittwoch die Örtlichkeit besichtigte hatte, ermittelt nun die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck wegen fahrlässiger Brandstiftung und bittet um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 08141/6120. Bei den Löscharbeiten hatten Einsatzkräfte der Feuerwehr zwei Holzstapel auseinandergezogen, die wie bei einem Lagerfeuer aufgebaut waren. Der Schaden wird derzeit auf 25.000 Euro geschätzt.

20.000 Quadratmeter Waldboden in Flammen

Als die ersten Einsatzkräfte am Dienstagnachmittag eintrafen, standen etwa 20.000 Quadratmeter des mit Laub bedeckten Waldbodens in Brand. "Das Feuer hatten wir schnell im Griff", berichtet Kreisbrandrat Peter Bauch am Mittwoch. Was die Feuerwehren beschäftigte, waren die komplizierten Nachlöscharbeiten in dem unwegsamen Gelände. Allein den Schlauch bis zur Brandstelle durchs Dickicht zu ziehen, sei mühsam gewesen.

"Zum Glück", sagte Bauch, gebe es im nahen Ried einen Hydranten. Dann konnte auch eine fest installierte Löschwasserleitung vom Ammersee herauf angezapft werden. Zwischen Gilching und Söcking und dem Brandherd fuhren außerdem zwei Großtanklöschfahrzeuge. Weil der Boden so trocken ist, bestand die Gefahr von Glutnestern. Also mussten die Helfer Wurzelstöcke aus- und Teile des Bodens umgraben. "Die Waldbrandsaison hat begonnen", sagte Bauch. Der Einsatz am Dienstag war der erste heuer. Momentan gilt im Landkreis Waldbrandgefahr Stufe 3. Darum der Appell: "Bitte nicht rauchen im Wald!"

© SZ vom 09.04.2020

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