Gymnasium Tutzing Der Stellvertreter wird neuer Chef

Soll nach den Sommerferien das Gymnasium Tutzing leiten: Andreas Thalmaier.

(Foto: Georgine Treybal)

Andreas Thalmaier wird die Schule vom kommenden Schuljahr an leiten.

Von Manuela Warkocz, Tutzing

Das Gymnasium Tutzing bekommt einen neuen Schulleiter: Andreas Thalmaier soll als Direktor an die Spitze rücken, wie das Bayerische Kultusministerium bestätigte. Seine förmliche Bestellung ist nach den Pfingstferien zu erwarten. Thalmaier folgt Oberstudiendirektor Bruno Habersetzer nach, der zum Ende dieses Schuljahres in den Ruhestand geht.

Thalmaier hat als Habersetzers Stellvertreter bereits zwei Jahre Erfahrung im Direktorat gesammelt. Der 52-jährige Lehrer für Mathematik und Physik stammt aus Memmingen. Er war schon in München am Albert-Einstein-Gymnasium und am Maria-Theresia-Gymnasium tätig. Der verheiratete Vater von drei teils schon erwachsenen Kindern wohnt in München. In Tutzing fühlt sich der Studiendirektor sehr wohl: Er lobt das "überaus konstruktive Arbeitsklima und ein freudiges Miteinander". Die Zusammenarbeit mit dem Kollegium aus derzeit 67 Lehrerinnen und Lehrern, rund 750 Schülerinnen und Schülern sowie der Elternschaft bezeichnet er als "meistens sehr angenehm". Als Hauptaufgaben in nächster Zeit bezeichnet er die Ausgestaltung des G9, die Digitalisierung der Schule - ein Breitbandanschluss ist vorgesehen, ebenso zwei Laptop-Klassensets - und die baulichen Verbesserungen des Schulgebäudes, die anstehen. Da sei er froh, jetzt von Anfang involviert zu sein, sagt er. Thalmaier wird auch die Übergabe des Gymnasiums aus der Trägerschaft der Gemeinde in die Hände des Landkreises Starnberg begleiten. Die soll zum Schuljahr 2020/21 erfolgen. Thalmaier freut sich über sein Büro - "das schönste in Bayern" mit Blick auf den Starnberger See. Ansonsten will "der Neue" jedoch weiterhin "den guten Weg beschreiten, den Herr Habersetzer vorgegeben hat".

Der scheidende Schulleiter prägte sechs Jahre lang das Gymnasium Tutzing. Der 63-Jährige zieht sich mit einer Altersteilregelung in den Ruhestand zurück. Der Lehrer für Deutsch und Französisch verkörperte eine offene, internationale Ausrichtung seines Berufs. Er hat eine Französin zur Frau und arbeitete neun Jahre in Brüssel auf einem internationalen Campus. In Tutzing etablierte er erfolgreich die neuen Einführungsklassen für Schüler von Mittel-, Real- und Montessori-Schulen. Im Ruhestand will Habersetzer mehr Zeit für Kultur haben und vor allem klassischen Konzerten frönen.