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Bürger sammeln Unterschriften:Vom Verkehr gestresst

Anwohner fordern Entlastung für Gilchinger Karolingerstraße

Die vielen Lastwagen, die Abgase, der Lärm und starke Autoverkehr belasten zunehmend Anwohner und junge Familien in der Karolingerstraße, die eine wichtige Querverbindung in Gilching ist. Und diese werde immer häufiger von Kieslastern und Betonmischern genutzt, seitdem die Weßlinger Straße nach Eröffnung der Westumfahrung für den Schwerlastverkehr im Gilchinger Norden gesperrt ist, beklagt sich Janina Weinelt. Die Mutter hat jetzt für die Anwohner-Initiative 146 Unterschriften Bürgermeister Manfred Walter (SPD) im Rathaus übergeben, damit die Gemeinde sich mit den Problemen befasst.

Gilching Karolingerstraße, Verkehr

Der starke Lkw-Verkehr in der Karolingerstraße ist vor allem für die Kinder gefährlich. Und der Gehweg auf der Südseite ist sehr schmal.

(Foto: Georgine Treybal)

Walter kann die Sorgen der Anlieger durchaus nachvollziehen und hat bereits etliche Firmen in Gilching angeschrieben, doch lieber die Westumfahrung zu nutzen. Doch es habe dazu bislang wenig Rückmeldungen gegeben, so Walter. Das Thema soll nun im nächsten Umwelt- und Verkehrsausschuss behandelt werden und die Situation überdies von der Polizei erörtert werden.

Die Anlieger fordern für die "dringend notwendige Entlastung" der Karolingerstraße auch eine Tempo-30-Zone und einen kombinierten Geh- und Radweg auf der südlichen Straßenseite, die viel zu schmal sei. "Das ist vor allem für unsere Kinder gefährlich", erzählt Helen Ludwig, die wegen des Gestanks und Gedonners der Laster schon früh morgens nicht mehr schlafen und kaum noch die Fenster öffnen kann. Gefährdet seien zudem die vielen Schulkinder auf dieser Ost-West-Achse zwischen der Römerstraße und dem Starnberger Weg, klagen die Anlieger.

Gilching Karolingerstraße, Verkehr

Janina Weinelt zeigt die Unterschriftenliste der Anwohner.

(Foto: Georgine Treybal)

Sie verlangen in ihrem Schreiben an die Gemeinde weitere "geeignete straßenverkehrsrechtliche Anordnungen" wie etwa Hinweisschilder zur Lindauer Autobahn. Wichtig sei auch ein innerörtliches Verkehrsleitsystem, das nach Ansicht der Initiative die Karolingerstraße entlasten könnte, in deren direkten Nähe sich außerdem Kindergärten befinden. Des Weiteren sollte die Gemeinde beim Verkehrsmanagement des Starnberger Landratsamtes beantragen, den Verlaufsplan und die Fahrtsequenzen der Busse - zum Beispiel der Linien X 900, X 920 und X 947 zu überdenken - weil durch sie häufig Radfahrer und Fußgänger in der Karolingerstraße erheblich gefährdet würden, sagt Anwohner-Sprecherin Weinelt.

© SZ vom 20.05.2020

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