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Gilching:Trauer um Richard Schlammerl

Minister Zeil bekommt Unterschriftenlisten; .

Richard Schlammerl (CSU) war 30 Jahre im Gemeinderat vertreten und an vielen Projekten maßgeblich beteiligt – etwa bei Schulneubauten und der Westumfahrung.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Von Christian Deussing, Gilching

Kurz vor seinem 74. Geburtstag ist der ehemalige Vize-Bürgermeister von Gilching, Richard Schlammerl (CSU), am Samstag gestorben. "Er ist viel zu früh von uns gegangen, wir haben ihm viel zu verdanken", sagt Bürgermeister Manfred Walter (SPD). Schlammerl habe über enormes kommunalpolitisches Wissen verfügt und sei sein "wichtigster Ratgeber" zum Beginn der Amtszeit gewesen. Schlammerl war von 1984 bis 2014 Mitglied im Gemeinderat und bis zu seinem selbst gewählten Rückzug 2014 stellvertretender Rathauschef, der auch als Finanz- und Personalreferent der Gemeinde sehr sachorientiert agiert hatte.

Schlammerl hat sich unter anderem um die Partnerschaft mit Cecina in der Toskana äußerst verdient gemacht. Der gebürtige Gilchinger engagierte sich zudem im Spielmanns- und Fanfarenzug sowie in zwei Schützenvereinen. Er sei ein "sehr bodenständiger, fleißiger und aufrichtiger Mensch gewesen", der über alle Parteigrenzen hinweg respektiert worden sei, betont sein Nachfolger Martin Fink (CSU). Schlammerl habe das Leben in der Gemeinde bereichert. Er wanderte gern in Südtirol und im Schwarzwald, unternahm häufig Fahrradtouren und war begeisterter Skifahrer. Zuletzt war er offenbar gesundheitlich angeschlagen, er litt aber nicht an Corona. Der Pensionär wurde noch immer von seinem früheren Arbeitgeber, der Bahn AG, um Rat gefragt. Dort hatte er als Schlossermeister angefangen und wurde später Abteilungsleiter für den Materialeinkauf.

© SZ vom 23.02.2021
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