Mit höchster Geschwindigkeit ist am Donnerstagnachmittag ein Autofahrer auf der Landsberger Straße in Richtung Geisenbrunn vor der Polizei geflüchtet. Denn Streifenbeamte hatten bemerkt, dass der ältere silberblaue 3er-BMW offenbar im Februar mit einem gestohlenen Fürstenfeldbrucker Kennzeichen geblitzt worden war. Daraufhin wendete der Streifenwagen und es begann eine wilde Verfolgungsfahrt, weil der BMW-Fahrer auf die Anhaltesignale nicht reagierte und mit bis zu etwa 140 Stundenkilometern weiter in Richtung Gilching davon raste.
Laut Polizei überholte er trotz Verbots mehrere Autos, ohne auf den Gegenverkehr zu achten, ehe er in die Römerstraße in Richtung Ortsmitte abbog und mit hohem Tempo zwei rote Ampeln überfuhr. Kurzzeitig wich der Unbekannte sogar auf einen linksseitigen Gehweg aus, nachdem er mit seinem Wagen das Auto eines Gilchingers touchiert hatte.
Dann raste der Flüchtige in den Gröbelmoosweg und durchquerte die Tempo 30-Zone mit circa 100 Stundenkilometern. Im Weg Am Grübl setzte der BMW-Fahrer seine Flucht entgegen der Einbahnstraße fort, wobei kurz nach der Sankt-Egidi-Straße die Polizisten das Auto nach wirren Abzweigungen aus den Augen verloren. Trotz Einsatzes eines Hubschraubers und weiterer Streifenwagen gelang es dem Mann, unerkannt zu entkommen.
Nach Polizeiangaben ist der Täter etwa 25 bis 30 Jahre alt, hat kurze Haare und trug eine schwarze Kapuzenjacke. Auf der Rückbank des BMW mit dem möglichen Baujahr 2000 befand sich ein Hund, bei dem es sich um einen dunkelbraunen Dobermann handeln könnte. Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger, die durch das rücksichtslose Verhalten des geflüchteten Fahrers gefährdet oder geschädigt worden sind, sollten sich unter der Telefonnummer 089/89 31 33 0 bei der Gautinger Polizei melden. Gesucht werden auch Zeugen, die Angaben zu dem Mann und dessen Auto machen können, das am hinteren rechten Kotflügel beschädigt sein dürfte.

