Mit der Freiflächen-Photovoltaikanlage auf einer Fläche von 17,3 Hektar südlich der Lindauer Autobahn bei Gilching wird seit fast eineinhalb Jahren Solarstrom für etwa 4450 Haushalte erzeugt. Es ist die größte PV-Anlage dieser Art im Landkreis Starnberg; die Gemeinde Gilching konnte damit ihren Anteil erneuerbarer Energie um 19,1 auf 33,8 Prozent erhöhen. An der südöstlichen Gemeindegrenze gebe es weitere Flächen von insgesamt 40 Hektar auf beiden Seiten der Autobahn, die für solare Stromerzeugung genutzt werden könnten, sagte Christine Kneucker vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum im Gemeinderat.
Abgesehen von den 200 Meter breiten Korridoren an der Autobahn sieht die Expertin auch Potenzial für Photovoltaik auf Flächen von 30 Hektar innerhalb des Gemeindegebietes, auf die man sich konzentrieren solle. Das Standortkonzept schließt unter anderem Waldgebiete, Biotope, Siedlungen, Moore und Gewässerstreifen sowie Freizeit- und Erholungsflächen aus. Zudem darf durch den Ausbau von Freiflächen-Photovoltaik nicht das Orts- und Landschaftsbild beeinträchtigt werden.
Das Konzept hat der Gemeinderat einstimmig angenommen. An der bereits realisierten Anlage mit 36 000 Solarmodulen südlich der Autobahn sind die Gemeindewerke Gilching zu 30 Prozent beteiligt. Bei weiteren Projekten dieser Art sollen die Gemeindewerke oder auch Bürger mit mindestens 30 Prozent beteiligt werden. Bauamtsleiter Max Huber verwies darauf, dass außerdem an der nordwestlichen Gemeindegrenze der Bau von drei Windkraftanlagen geplant sei.

