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Gilching:Neu aufgestellt

Gemeindewerke werden in Kommunalunternehmen umgewandelt

Der Regiebetrieb Gemeindewerke Gilching wird zum 1. Januar nächsten Jahres in ein Kommunalunternehmen (KuG) umgewandelt, um am Markt der Fernwärme-, Energie- und Wasserversorgung noch effizienter und wettbewerbsfähiger zu werden. Die Satzung für das selbständige Unternehmen hat jetzt der Gemeinderat beschlossen. Die Grünen-Fraktion forderte, in den Regelungen für das Kommunalunternehmen eine höhere Transparenz festzuschreiben, drang damit aber nicht durch.

Demnach sollte der Verwaltungsrat dem Gemeinderat routinemäßig halbjährlich über den Geschäftsverlauf Bericht erstatten und seine Sitzungen öffentlich abhalten, um die "Bürger mitzunehmen", wie es der Grüne Peter Unger formulierte. Doch beide Änderungsanträge wurden mit großer Mehrheit im Gremium abgelehnt. Keinen Erfolg hatte auch der Antrag der BfG, die verlangt hatte, dass bei höheren Investitionen des KuG grundsätzlich die Gemeinderäte entscheiden sollten. Es gehe schließlich um Steuergelder, sagte Rosmarie Brosig (BfG).

Dagegen versicherte Bürgermeister Manfred Walter (SPD), dass das neue Unternehmen transparent handeln werde und Ergebnisse öffentlich gemacht würden. Doch es sei besser, die Sitzungen des Verwaltungsrats nicht öffentlich abzuhalten, um intern Strategien beraten zu können. Denn es gebe Konkurrenten bei der Energieversorgung, so Walter. Der Rathauschef erhielt von Stefan Hartmann (FDP) Rückendeckung. Das neue Kommunalunternehmen biete die "große Chance, schneller und besser zu werden", sagte er. Zudem seien im Verwaltungsrat auch Gemeinderäte vertreten - und es würden bestimmt "keine Gelder aus dem Fenster geworfen".

© SZ vom 07.11.2020 / deu
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