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Coronavirus:Ausbruch bei Caterer in Gilching: Transport-Mitarbeiter infiziert

Coronavirus - Fälle im Landkreis Starnberg

Nach dem Corona-Ausbruch bei dem Caterer in Gilching ermitteln die Behörden die Kontaktpersonen der Infizierten.

(Foto: dpa)

Das Unternehmen bringt die Mahlzeiten ins Klinikum Großhadern. Aus der Pöckinger Flüchtlingsunterkunft wird eine weitere Ansteckung gemeldet.

Von Astrid Becker

In allen fünf unter Quarantäne stehenden Flüchtlingsunterkünften sind die Reihentestungen abgeschlossen, teilt das Landratsamt mit. Die meisten Testergebnisse liegen demnach aber noch immer nicht vor. Zu dem ursprünglichen bereits bekannten Infizierten in Pöcking, der bei dem Cateringunternehmen "Apetito" arbeitet, wurde nun auch dessen Mitbewohner positiv getestet. In Weßling hat der bei Apetito beschäftigte Geflüchtete nicht nur, wie bereits bekannt, seinen Mitbewohner angesteckt, sondern noch zwei weitere Bewohner seines Containers. Bislang haben sich demnach insgesamt 38 Landkreisbewohner infiziert, darunter 26 Geflüchtete.

Umfassend klärt die Behörde derzeit auch, mit welchen Firmen der Caterer in Kontakt stand. Dabei stellte sich laut Landratsamtssprecherin Barbara Beck bereits heraus, dass sich zwei Mitarbeiter eines Transportunternehmens, das Essen aus Gilching ins Klinikum Großhadern lieferte, mit dem Virus infiziert haben. Beide Beschäftigte leben nicht im Landkreis Starnberg. Es sei aber geprüft worden, ob sie das Virus nach Großhadern gebracht haben könnten. Wegen des Hygienekonzepts der Klinik, das eine kontaktlos angelegte Übergabeprozedur beinhaltet, gilt dies nach Angaben der Kreisbehörde als "äußerst unwahrscheinlich". Die Klinik war dazu zunächst nicht zu erreichen.

Unterdessen hoffen auch die Bewohner der betroffenen Unterkünfte im Landkreis auf baldige Testergebnisse, von denen die ersten bereits für den Mittwochabend angekündigt waren, aber bis Freitag nicht vorlagen. Viele fühlten sich isoliert und hätten Angst, sich mit dem Virus anzustecken, bestätigt auch Andrea Betz, Abteilungsleiterin bei der Inneren Mission, die für die Asylsozialberatung zuständig ist. Sie verweist auf das Recht der Geflüchteten auf Gesundheit, das unter den sehr engen Wohnverhältnissen in den Containern nur schwer umzusetzen sei. Das stresse die betroffenen Menschen zusätzlich.

© SZ vom 04.07.2020 / Abec
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