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Gilching:Fahrrad-Club lehnt Bürgerantrag ab

ADFC plädiert dafür, Geh- und Radweg in der Gemeinde wintertauglich zu machen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Gilching wendet sich strikt gegen den Bürgerantrag von Anwohnern aus der Waldkolonie, die die Asphaltierung des Geh- und Radweg zwischen der Melchior-Fanger-Straße und dem Gewerbepark Süd verhindern wollen. Die Anlieger befürchten, dass Autofahrer die Strecke als Schleichweg nutzen könnten. Der ADFC betont, dass die Verbindung der einzige für Radfahrer sichere und bequem zu fahrende Weg sei, um Arbeitsplätze und Einkaufsmärkte in dem Gewerbegebiet zu erreichen - außer bei Schnee und Eis. Deshalb müsse diese Strecke bis hin zur Erschließungsstraße des Flughafens - wie auch vom Bauausschuss beschlossen - ertüchtigt werden, um die "Alltagstauglichkeit des Radwegenetzes in Gilching zu verbessern", heißt es in einer Stellungnahme der ADFC-Ortsgruppe an SPD-Bürgermeister Manfred Walter und den Gemeinderat.

Man verstehe zwar die Besorgnis, dass eine asphaltierte Verbindung von Autofahrern trotz Verbots als Abkürzung genutzt werden könnte, um über das Gewerbegebiet Süd schneller die Staatsstraße zwischen Gilching und Starnberg zu erreichen, erklärt der ADFC. Es gebe jedoch Optionen - mit Ausnahme landwirtschaftlichen Verkehrs - die Durchfahrt von Autos auf dieser Verlängerung der Melchior-Fanger-Straße auszuschließen. Eine Option seien zum Beispiel wirksame Sperren, die Radfahrer nicht gefährdeten und die Durchfahrtsbreite in der Mitte auf zwei Meter beschränkten, erläutert Kilian Häuser, ADFC-Sprecher in Gilching. Es sei zudem nicht einzusehen, warum Radfahrer den "Preis für das Fehlverhalten einiger Autofahrer zahlen" müssten.

Der Bürgerantrag sei abzulehnen, denn nur ein befestigter Radweg könne auch im Winter von Schnee und Eis geräumt werden. Man sei aber bereit, an einer Lösung mitzuwirken, die für alle Beteiligten tragbar wäre, heißt es in der Erklärung des Fahrrad-Clubs.

© SZ vom 04.02.2020 / deu
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