MeinungErinnerungskultur:Dornier ist der falsche Namenspatron

Kommentar von Linus Freymark

Lesezeit: 1 Min.

Ideologische Nähe zum Hakenkreuz: Claude Dornier spricht 1938 vor der nationalsozialistischen "Deutschen Arbeiterfront".
Ideologische Nähe zum Hakenkreuz: Claude Dornier spricht 1938 vor der nationalsozialistischen "Deutschen Arbeiterfront". (Foto: Scherl/SZ Photo)

Straßennamen sollten großen und nach aktuellem Wissensstand unbelasteten Personen vorbehalten sein. Für NS-Profiteure wie den Flugzeugbauer Claude Dornier ist in diesem Kreis kein Platz.

Eine Sache ist besonders irritierend: Der Gilchinger Gemeinderat hat über eine Umbenennung der dortigen Dornierstraße gar nicht erst diskutiert. Für die Kommunalpolitiker besteht die Lösung darin, ein paar Hinweisschilder anzubringen, die über Claude Dorniers NS-Vergangenheit aufklären sollen. Schluss, aus, fertig. Diese fehlende Sensibilität für die Bedeutung einer angemessenen Erinnerungskultur ist beschämend.

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