ImmobiliengeschäftGemeinde Gauting verkauft Villa am Krapfberg

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Die Villa am Krapfberg steht in einer tollen Lage, befindet sich aber in keinem guten Zustand. Nun soll sie luxussaniert werden.
Die Villa am Krapfberg steht in einer tollen Lage, befindet sich aber in keinem guten Zustand. Nun soll sie luxussaniert werden. (Foto: Arlet Ulfers)

Chefs einer Pasinger Firma kaufen das baufällige Haus in exklusiver Lage für 1,85 Millionen Euro, um es zu sanieren und zu vermieten.

Von Michael Berzl, Gauting

Die Inhaber einer Pasinger Immobilienfirma, die sich auf Luxusobjekte spezialisiert hat, haben die Villa am Krapfberg in exklusiver Lage oberhalb des Gautinger Rathauses erworben. Das baufällige Gebäude mit 1250 Quadratmetern Grund wurde für 1,85 Millionen verkauft, teilt die Gemeinde mit. Die neuen Eigentümer Peter und Christian Schuster, die Gründer der Palace Wohnbau GmbH, haben sich nach eigenen Angaben auf Bau und Sanierung von "hochwertigen Häusern und exklusiven Wohnungen" in den "angesagtesten Lagen im Großraum München" spezialisiert. In dem Fall hätten sie das Haus privat gekauft. Sie wollten es nicht luxussanieren, sondern so, dass die Wohnungen zu einem angemessenen Preis vermietet werden können. Darauf legt Rathaussprecherin Charlotte Rieboldt wert.

Die Gebrüder Schuster hatten sich in einer mehrstufigen Ausschreibung und bei einer nichtöffentlichen Abstimmung Anfang Juni im Gemeinderat gegen zehn weitere Bewerber durchgesetzt. Der Beschluss fiel mehrheitlich. Bürgermeisterin Brigitte Kössinger (CSU) bezeichnete die Entscheidung als "bestmögliche Lösung". Die Villa werde erhalten, und es werde Wohnraum wiederhergestellt, der lange Zeit brach lag. Die Gemeinde hatte das etwa 130 Jahre alte und mehrfach erweiterte Wohnhaus vor etwa 50 Jahren gekauft; es stand zuletzt mehrere Jahre leer.

Christian und Peter Schuster, Immobilienkaufmann und Bauingenieur, haben Erfahrungen mit der Instandsetzung von Altbauten. Drei Beispiele sind die Villa Hacker in Krailling, die Villa Hildach in Pasing oder die Ziegler-Villa in Dachau. Sie legten großen Wert auf die Erhaltung historischer Substanzen und verwenden "ausschließlich erlesene Materialen namhafter Manufakturen und Baustoffhändler", erklären sie. Das Gebäude solle in enger Absprache mit der Gemeinde saniert werden, die Zuschnitte der Wohnungen dabei nur bedingt verändert werden. Bei der Kernsanierung müsse die Haustechnick erneuert werden, Fenster und Türen werden ausgetauscht, die Außenanlagen neu gestaltet. Bei allen Arbeiten werde auch der Denkmalschutz berücksichtigt.

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