UnfallstatistikWeniger Verletzte, aber mehr Wildunfälle

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Gautinger Polizei präsentiert Jahresbilanz für 2021.

Von Christian Deussing, Gauting

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Fast 500 Verkehrsunfälle haben sich im vergangenen Jahr im Einsatzgebiet der Gautinger Polizei ereignet. Damit sei die Anzahl der Kollisionen im Vergleich zu 2020 zwar um 14,3 Prozent gestiegen, aber es habe dabei zum Glück weniger Verletzte gegeben, berichtet Josef Schmid, Verkehrsexperte der Inspektion. Verletzt wurden laut der Statistik 74 Menschen, davon zehn schwer. Die Zahl der Unfallfluchten blieb mit 97 Fällen nahezu gleich, allerdings verbesserte sich hierbei im Jahr 2021 die Aufklärungsquote um knapp zwölf Prozent.

Nur zwei Unfälle waren auf Alkohol zurückzuführen, das sind sechs weniger als noch im Jahr 2020. Es sei auffallend, dass Trunkenheitsfahrten um mehr als 50 Prozent zurückgegangen seien erläutert Schmid, der auch die hauptsächlichen Unfallursachen in seinem Dienstbereich benennt: fehlender Sicherheitsabstand, auch zur Seite beim Einparken (219 Unfälle), Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren sowie beim Ein- und Anfahren (insgesamt 113 Unfälle), zudem falsche Straßenbenutzung, Missachtung der Vorfahrt (je 39 Unfälle), Geschwindigkeit (16) und Fehler beim Überholen (15). Bei den 16 Verkehrsunfällen mit überhöhter oder witterungsbedingt nicht angepasster Geschwindigkeit, so Schmid, seien in acht Fällen eine Person schwer und sieben Menschen leicht verletzt worden.

Registriert wurden im Einsatzgebiet, zu dem auch die Ortsteile Oberbrunn und Unterbrunn gehören, außerdem 77 Wildunfälle, im Jahr zuvor waren es noch zehn weniger gewesen. Überdies passierten zwei Schulwegunfälle. Die Beamten verhüteten sieben Trunkenheitsfahrten und erwischten auch sieben Autofahrer, die unter Drogeneinfluss unterwegs waren. Man werde die Alkohol- und Drogenproblematik im Straßenverkehr weiterhin mit Kontrollen im Auge behalten, kündigt Schmid an.

Der Polizeioberkommissar betont in seiner Jahresbilanz, dass es im Einsatzgebiet der Gautinger Inspektion derzeit keine gravierenden Unfallschwerpunkte gebe. Dennoch würden eine einzelne gefährliche Stellen - wir etwa die "Hauser Kreuzung" auf der Staatsstraße bei Königswiesen - nach wie vor kritisch beobachtet, erklärt Schmid. Das würden neben der örtlichen Polizeidienststelle auch die Straßenverkehrsbehörden tun, die für den Landkreis Starnberg zuständig seien.

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