Der Autozulieferer Webasto, der in eine schwere Krise geraten war, scheint sich zu erholen. Denn die Firma aus Stockdorf in der Gemeinde Gauting investiert nun weiter in ihr Indien-Geschäft, wo ein drittes Werk gebaut wird. Die Anlage solle in der Region Delhi in acht Monaten in Betrieb gehen und sei auf eine jährliche Kapazität von etwa 500 000 Schiebedächern für den indischen Automobilmarkt ausgelegt, wie Firmenchef Jörg Buchheim mitteilte. Er hatte Anfang des Jahres an einer deutschen Wirtschaftsdelegation teilgenommen, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf einer offiziellen Indienreise begleitete.
Mit dem dritten Produktionsstandort reagiert Webasto auf die wachsende Nachfrage nach Schiebedächern und will die gesamte Produktion für den indischen Markt auf zwei Millionen Dachsysteme im Jahr erhöhen. Mit dem weiteren Standort verfolgt das Unternehmen die Strategie, näher an den Kunden zu sein, die Flexibilität zu erhöhen und „direkt in den Zielmärkten zu produzieren“, heißt es in einer Pressemitteilung. Insgesamt hat Webasto seit 2019 mehr als 110 Millionen Euro in sein Indien-Geschäft investiert, dessen Volumen sich bis 2030 auf 174 Millionen Euro erhöhen soll.

