Polizei:Verkehrschaos und Beschimpfungen nach Traktor-Panne in Gauting

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Polizei: Der mit Erde beladene Anhänger verkeilte sich mit dem Traktor.

Der mit Erde beladene Anhänger verkeilte sich mit dem Traktor.

(Foto: Feuerwehr Gauting)

Die Würmbrücke muss zeitweise auch für Fußgänger gesperrt werden. Polizei und Feuerwehr regeln den Verkehr und müssen sich "viel Unsinn von Verkehrsteilnehmern" anhören.

Von David Costanzo und Jessica Schober

Mit einem laut Polizei "totalen Verkehrschaos" hatte Gauting nach dem Achsenbruch eines Traktors den halben Tag zu kämpfen. Denn die Panne erwischte am Mittwoch eine neuralgische Stelle - die Würmbrücke mitten im Ort. Polizei und Feuerwehr müssen während der stundenlangen Bergung Diskussionen und Beschimpfungen über sich ergehen lassen.

Ein 21-jähriger Buchendorfer war gegen 10.40 Uhr mit seinem Traktorgespann auf der Münchener Straße Richtung Ortsmitte unterwegs, um gleich nach der Brücke links in die Starnberger Straße abzubiegen. Auf der Abbiegespur brach laut Polizei aus bisher unbekannten Gründen die Vorderachse. Der Traktor kippte nach vorn und der mit Erde beladene Anhänger wurde auf den Traktor geschoben, so dass sich die Deichsel total verbog.

Die Bergung gestaltete sich als schwierig: Nur mit Hilfe eines Baggers und der Gautinger Feuerwehr konnte der Anhänger vom Traktor getrennt werden. Mit Blaulicht wurde der Bagger dafür von einer Baustelle an der nahegelegenen Grundschule zum Unfallort gebracht. Eine Spezialfirma für Lkw-Bergungen rückte später aus München an. Weil die Feuerwehr auslaufendes Öl rechtzeitig binden konnte, wurde die Würm nicht verunreinigt. Die Höhe des Schadens ist nicht bekannt.

Zwischen 10.40 und 15 Uhr stauten sich die Autos - trotz Warndurchsagen im Radio. "Die Stelle ist ein echtes Nadelöhr", sagt der Gautinger Feuerwehrkommandant Stefan Klaußner, die Brücke sei zwischenzeitlich auch für Fußgänger und Radfahrer gesperrt gewesen. Polizei und Feuerwehr regelten den Verkehr und mussten sich - so nennt es die Polizei - "viel Unsinn von den Verkehrsteilnehmern" anhören. Von "Beschimpfungen und unnötigen Diskussionen" spricht Stefan Klaußner. "Wir wünschen uns mehr Gelassenheit von den Verkehrsteilnehmern."

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