Süddeutsche Zeitung

Gauting:Neue Rampen für den Skateplatz

Die Anlage an der Leutstettener Straße soll ausgebaut werden, bei der Neugestaltung ist an ein Beteiligungsprojekt gedacht

Von Michael Berzl, Gauting

Skaten erlebt gerade einen Boom. Entsprechend frequentiert sind Anlagen wie beim Feodor-Lynen-Gymnasium in Planegg, beim Jugendzentrum in Starnberg, beim Abenteuerspielplatz in Gilching oder beim Ammerseestadion in Herrsching. Auch in Gauting gibt es schon lange einen Skateplatz in der Nähe des Sportclubs am Ende der Leutstettener Straße. Doch der ist bisher so dürftig ausgestattet, dass er bislang nur wenig Beachtung findet. Das könnte sich schon bald ändern.

Der Skatepark soll auf der vorhandenen Fläche ausgebaut werden, die neuen Rampen seien bereits bestellt, teilt das Rathaus auf Anfrage mit. Je nach Lieferzeit und Corona-Lage könnten die Teile im günstigsten Fall noch im Mai eingebaut werden.

Um die kleine Freizeitanlage im Außenbereich etwas attraktiver zu gestalten, ist größerer bürokratischer Aufwand nötig; inklusive Bauantrag, Ortsterminen, Flächennutzungsplanänderung, schalltechnischer Verträglichkeitsuntersuchung und Stellungnahmen von Behörden wie Wasserwirtschaftsamt, Landwirtschaftsamt und Telekom. Darum dauert es insgesamt fast zwei Jahre, bis nach den Planern die Handwerker zum Zug kommen. Der Flächennutzungsplan ist mittlerweile angepasst, die Baugenehmigung liegt vor, teilt Beatrice Bruns mit, die im Gautinger Rathaus den Fachbereich Tiefbau leitet.

Weil die beauftragte Firma sehr stark ausgelastet sei, konnten die Arbeiten erst im März vergeben werden. Die Lieferzeit für die Einbauteile wurde mit neun Wochen angegeben. Wann sie installiert werden, sei noch offen. Die Namen der Elemente, die dort eingebaut wird, sind wohl eher was für Insider: Miniramp und Quarterpipe, runde Bank, Manual-Pad-Granit und Flatrail. Die Kosten belaufen sich nach Angaben von Rathaussprecherin Charlotte Rieboldt auf etwas mehr als 27 000 Euro. Bei der Neugestaltung können Kinder und Jugendliche mitwirken, teilt Tiefbauleiterin Bruns mit. So könne aus der Erweiterung "ein pädagogisch wertvolles Beteiligungsprojekt werden."

Ziel sei, mit diesem Konzept bei den künftigen Nutzerinnen und Nutzern größeren Anklang zu finden. Allerdings ist noch unklar, wie sich das bei der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie in die Tat umsetzen lässt. Die Gautinger Rathausverwaltung hat jedenfalls schon angeboten, den Kontakt zwischen Skatern und freiwilligen Helfern sowie der Firma zu vermitteln.

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Quelle:
SZ vom 07.04.2021
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