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Gauting:Kunstfelsen für Kinderbecken

Gemeinde nutzt Winterpause zum Umbau des Schwimmbads

Die Winterpause im Gautinger Schwimmbad nutzt die Gemeinde zu einem Umbau des Kinderbeckens im Eingangsbereich. Bis zum Sommer soll der Wasserspielplatz komplett neu gestaltet werden. Ein Betonkünstler aus Cottbus, der auch schon viele Spielplätze angelegt hat, ist damit beauftragt. Er soll mehrere Kunstfelsen aus Beton anfertigen, aus denen dann Wasser spritzt oder plätschert. Die Kosten liegen nach der ersten Kalkulation in einer Größenordnung von etwas mehr als 70 000 Euro.

Von dem bisherigen Planschbecken ist nur noch das wannenförmige Fundament übrig. Ein Abbruchunternehmen aus München hat den Boden mit Kopfsteinpflaster herausgebrochen. Nun soll ein Installateur die Wasserleitungen neu verlegen, ehe die neuen Betonaufbauten gegossen werden. "Das wird eine ganz nette Sache für die Kinder", sagte Christian Ruhdorfer, der in der Rathausverwaltung für das Schwimmbad zuständig ist, als er im Gemeinderat über den Fortgang der Arbeiten informierte.

Rückblickend berichtete er von einem deutlichen Rückgang der Besucherzahlen in der vergangenen Saison im Vergleich zum Jahr zuvor. So wurden 2019 gut 58 000 Gäste im Gautinger Freibad gezählt, 2018 waren es noch gut 70 000. Ruhdorfer führt diese Entwicklung auf das gute Wetter mit vielen heißen Tagen zurück, an denen viele lieber zu einem See zum Baden gegangen seien statt ins Freibad. So sind auch die Einnahmen deutlich zurückgegangen von etwa 270 000 auf 200 000 Euro. Und das trotz gestiegener Eintrittspreise.

Gemeinderat Tobias Mc Fadden (Piratenpartei) macht die neuen Eintrittspreise für den Rückgang der Besucherzahlen und der Einnahmen verantwortlich. "Ich fühle mich leider bestätigt in meiner Meinung. Es war nicht richtig, den Eintritt zu erhöhen", sagte er, als im Gemeinderat die Bad-Statistik vorgestellt wurde. Es war die erste Saison mit den erhöhten Preisen. Die Tageskarte für Erwachsene etwa kostet jetzt sechs Euro.

© SZ vom 20.02.2020
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