Ware nicht bezahltBetrügerischer Antiquitätenhändler in Gauting

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Vor allem auf Gold, etwa Schmuck und Münzen, hat es ein unbekannter Betrüger abgesehen, der in Gauting zwei Senioren um mindestens 27 000 Euro geprellt haben soll (Symbolfoto).
Vor allem auf Gold, etwa Schmuck und Münzen, hat es ein unbekannter Betrüger abgesehen, der in Gauting zwei Senioren um mindestens 27 000 Euro geprellt haben soll (Symbolfoto). (Foto: Bodo Marks/dpa)

Ein Unbekannter prellt zwei Senioren mit angeblichem Kunsthandel um mindestens 27 000 Euro.

Von Wieland Bögel, Gauting

Die Gautinger Polizei sucht einen Betrüger, der sich als Antiquitätenhändler ausgibt und zwei Senioren um insgesamt mindestens 27 000 Euro geprellt haben soll. Ein Fall ereignete sich bereits im Oktober, der zweite wurde Anfang dieser Woche angezeigt.

Da erschien ein 71-Jähriger aus Pullach bei der Gautinger Inspektion und berichtete, dass er Anfang Oktober einen etwa 35 Jahre alten Mann in einem Supermarkt in der Gautinger Bahnhofstraße kennengelernt hatte. Dieser hatte einen Bistrotisch mit Flyern von einer Antik- und Kunsthandel-Firma aufgestellt, außerdem ein Schild, auf dem der Ankauf von Gold- und Silberschmuck, antiken Puppen sowie Münzen zu Höchstpreisen versprochen wurde. Ein erstes Geschäft verlief offenbar zur Zufriedenheit des 71-Jährigen: Er verkaufte dem angeblichen Antiquitätenhändler 40 sogenannte Numisblätter – eine Kombination aus Gedenkmünzen und dazu passenden Briefmarken – für 1150 Euro.

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Bei einem zweiten Termin am 17. November vertraute der Rentner dem angeblichen Händler 140 Gold- und Silbermünzen im Gesamtwert von etwa 25 000 Euro an, der mutmaßliche Schwindler behauptete, diese bei einer Versteigerung verkaufen und dem 71-Jährigen dann das Geld überweisen zu wollen. Als dies nicht geschah und auch die Mobilnummer des Antiquitätenhändlers nicht mehr erreichbar war, ging der Pullacher zur Polizei.

Die stellte eine Übereinstimmung mit einem ähnlichen Fall fest: Eine 70-Jährige aus Gauting hatte Mitte Oktober Anzeige gegen einen fahrenden Antiquitätenhändler mit Stand im selben Supermarkt erstattet. Der hatte ihr erst 2000 Euro für eine antike Puppe versprochen, dann nach Goldschmuck für eine angebliche Ausstellung gefragt. Die Seniorin überließ dem Mann eine Goldkette, einen Goldring mit Diamanten und einen goldenen Ehering und erhielt dafür eine handschriftliche Bestätigung, die in schlechtem Deutsch ausgestellt war. Den Schmuck zurückgegeben hat der angebliche Antiquitätenhändler laut Polizei bis heute nicht.

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