Freizeit Landtag debattiert über Rieder Wald

Petition wegen Betretungsverbots wird am Donnerstag behandelt

Von Astrid Becker, Herrsching

Es ist ihnen ein Dorn im Auge: das Bade- und Betretungsverbot im Rieder Wald bei Breitbrunn. Seit Jahrzehnten gilt es bereits, seit 20 Jahren kämpfen die Mitglieder des Vereines Ammersee Ostufer dagegen. Nun wollen sie sich mit einer Petition im Landtag Gehör verschaffen, am Donnerstag soll das Thema im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz behandelt werden.

Der Hintergrund: Der Rieder Wald ist einerseits ein Landschaftsschutzgebiet, in dem Betretungsverbote für Menschen und Hunde gelten. Andererseits ist es aber auch Erholungsgebiet und vom Erholungsflächenverein auch auf dessen Website als solches aufgeführt. In den Siebzigern hatte der Erholungsflächenverein hier auch mehr als 100 Parkplätze angelegt - was der Verein Ammersee Ostufer nun als Begründung für seine Petition heranzieht. Ebenso stellt er den Schutzgedanken für dieses Gebiet in Frage: Damals, so sagt Vorstand Oliver Fendt, sei es um Brutvögel und deren Schutz gegangen. Mittlerweile wisse man jedoch, dass sich dort wegen des Wellenschlagufers kein Vogel zum Brüten niederlasse. Er und seine Mitglieder fordern nun, die Landschaftsteile bei Breitbrunn für die Allgemeinheit zu sichern und zu erhalten. Ausgelöst worden war die Petition durch neue Verbotsschilder, die im vergangenen Sommer aufgestellt worden waren. Unterstützung bekommt der Verein in dieser Sache vom Herrschinger Bürgermeister Christian Schiller. Er sagt. "Das Ganze ist für mich speziell an dieser Stelle nicht nachvollziehbar."